Beckhams WM-Traum geplatzt - kein Karriereende
Mailand (dpa) - 15.03.2010, 20:38 Uhr
David Beckham betritt mit Krücken das Krankenhaus in Turku.
Mailand (dpa) - David Beckhams Traum von der Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika ist geplatzt, an das Ende der glanzvollen Laufbahn denkt im «Becks-Clan» trotz des befürchteten Achillessehnenrisses aber niemand. «Ich erwarte, schnell und völlig wiederhergestellt zu sein», ließ Beckham mitteilen. Auch sein Manager Simon Oliviera verbreitete Zuversicht. «Das ist nicht das Ende seiner Karriere», sagte Oliviera dem Sender BBC. «Selbst wenn er die WM verpassen sollte, ist es ein Ziel, zum Ende der Major- League-Soccer-Saison wieder mit den Los Angeles Galaxy zu spielen.» Beckham wurde im finnischen Turku operiert, die Achillessehne war, so der Chirurg und Sportmediziner Sakari Orava, «vollständig gerissen». Wie die Nachrichtenagentur STT meldete, dauerte der Eingriff knapp eine Stunde. Alles sei gut verlaufen, teilte Beckhams Arzt danach mit. Der 34-jährige englische Fußballstar soll die Nacht in Turku verbringen. «Es geht ihm gut», sagte Orava.
Beckhams Teilnahme am WM-Turnier in Südafrika schloss Orava aus. «Das WM-Turnier ist jetzt ein ziemlich unrealistisches Ziel», betonte der Chirurg, der bereits zahlreiche Sportstars operiert hat. Er sprach von einer «Routine-Angelegenheit». Beckham, der 34 Jahre alte Fußball-Star aus England, hatte die Verletzung beim 1:0- Sieg des AC Mailand gegen Chievo Verona in der italienischen Serie A erlitten. Englands Nationalcoach Fabio Capello hatte sofort Kontakt aufgenommen zu Beckham, der mit einem Privatjet nach Finnland flog, und ihm seine Unterstützung zugesichert. Allerdings hat der italienische Erfolgstrainer den Mittelfeldakteur zumindest für die WM abgeschrieben. «David ist ein großartiger Profi, der sehr hart auf die WM hingearbeitet hat. Auf ihn verzichten zu müssen, ist ein herber Schlag», betonte Capello, der sich dann aber doch noch eine kleine Resthoffnung erhielt. «Wir müssen das Ergebnis der Untersuchung abwarten.» |