Toni trifft, Mourinho wütet, Beckham verletzt
Rom (dpa) - 15.03.2010, 09:54 Uhr
Luca Toni (l) schraubt wieder. Seinen Treffer für AS Rom feierte der Stürmer mit bekannter Geste.
Luca Toni bejubelt sein Comeback, der unglückliche Thomas Hitzlsperger verliert und José Mourinho wütet. Vor dem Champions League-Spiel beim FC Chelsea hat Inter Mailands Trainer seiner Mannschaft gehörig den Marsch geblasen. Nach dem 1:3-Debakel des italienischen Meisters (59 Punkte) im Serie A-Spiel bei Catania Calcio knöpfte sich der Portugiese am Wochenende seine Spieler vor. Weil Lokalrivale AC Mailand (58) durch das Last-Minute-Tor von Clarence Seedorf zu einem 1:0-Sieg gegen AC Chievo kam, schmolz der Vorsprung des Tabellenführers auf einen Punkt zusammen. Der Tabellen-Zweite Milan muss nun aber möglicherweise länger auf seinen Star David Beckham verzichten. Der 34 Jahre alte englische Nationalspieler humpelte zehn Minuten vor Spielende unter großen Schmerzen an die Seitenlinie und ließ sich behandeln. Es besteht der Verdacht auf einen Achillessehnenriss.
Auch die Verfolger AS Rom (53) und Juventus Turin (45) mussten sich mit blamablen 3:3-Unentschieden gegen die Kellerkinder aus Livorno und Siena begnügen. Bei Roms 3:3 in Livorno konnte nur Ex-Bayer Luca Toni wirklich jubeln. Nach seiner einmonatigen Verletzungspause gelang dem Mittelstürmer in seinem zweiten Einsatz gleich wieder ein Tor. Bitter endete der Nachmittag dagegen für den deutschen Nationalspieler Thomas Hitzlsperger. Bei Lazio Roms 0:2 Heimniederlage gegen Bari wurde er für den angeschlagenen Matuzalem in der 37. Minute zwar eingewechselt, er musste in der 69. Minute jedoch wieder vom Platz. Trotz drei Liga-Spielen ohne Sieg bleibt Inter Tabellenführer, doch der Einzug ins europäische Viertelfinale der Champions League ist nach dem 2:1-Erfolg im Hinspiel gegen Chelsea in London stark gefährdet. «Mourinho bekommt Angst», titelte «Tuttosport». Am Vortag hatte der Portugiese in einer 15-minütigen Wutrede die Versager von Catania attackiert, um sie für das Achtelfinal-Rückspiel bei Michael Ballacks Team wachzurütteln. «So ein Inter will ich nie wieder sehen», sagte Mourinho nach Angaben der «Gazzetta dello Sport». |