Sie sind hier: Startseite > International > News > Artikel

Jetzt  Neu! Der Fussball24-Newsreader

News-Feed
Was ist das?
 

 Impressum
 Datenschutzerklärung
 Sitemap
 
 

WM-Uhr tickt in Brasilien: Gelbe Karte für Säumige

São Paulo (dpa) - 08.03.2010, 11:25 Uhr

Das legendäre Maracana-Stadion in Rio wird für die WM 2014 modernisiert.
Das legendäre Maracana-Stadion in Rio wird für die WM 2014 modernisiert.

Der Countdown zur Fußball-Weltmeisterschaft läuft - auch für Brasilien 2014. Bis zum Anpfiff der übernächsten WM sind es zwar noch mehr als 1550 Tage, aber auf der Internetseite der «Copa2014» tickt die Uhr unerbittlich rückwärts.

Das bekamen nun die zwölf Ausrichterstädte zu spüren, denen Brasiliens Sportminister Orlando Silva Jr. die «Gelbe Karte» zeigte. Mit der «Roten» drohte er zunächst nur. Der Grund: Mehrere Städte sind säumig und haben zum 1. März die FIFA-Frist für den Beginn der Bauarbeiten an den WM-Stadien verstreichen lassen. Es gibt nun eine Galgenfrist bis zum 3. Mai, danach aber kein Pardon mehr.

Silva machte den Nachzüglern unmissverständlich klar, was das heißt. Wer die neue Frist nicht einhalte, dem drohe das Aus als Ausrichter. Der Chef des Organisationskomitees in Brasilien und Präsident des Nationalen Fußballverbandes CBF, Ricardo Teixeira, schickte an die zwölf Auserwählten eine deutliche Botschaft: «Auf keinen Fall kann eine Ausrichterstadt den effektiven Beginn der Bau- oder Modernisierungsarbeiten über den 3. Mai hinaus verzögern», mahnte er in einem Brief und bat um Antwort innerhalb dieser Woche. Darin sollten die Verantwortlichen erläutern, warum die Frist vom 1. März nicht eingehalten wurde, und was sie zu tun gedenken, damit die Arbeiten schnellstmöglich beginnen können.

«Warum die Eile?», fragt sich dagegen mancher Brasilianer und verweist auf die noch sehr lange Zeit bis 2014. Aber der Schein trügt. Zwar beginnt das Turnier in Brasilien erst im Juni 2014, aber der Confederations Cup als WM-Probelauf startet ein Jahr vorher. Dafür will die FIFA fünf der zwölf Stadien nutzen. Die Frist für das Ende der Bauarbeiten lautet: 31. Dezember 2012. FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke rechnete vor, dass von der neuen Deadline (3. Mai) an gerechnet bis dahin nur noch etwas mehr als 31 Monate bleiben.

«Südafrika hat seine Stadien in 30 Monaten gebaut. Das ist ein ausreichender Zeitraum. Aber wir kommen langsam in Brasilien an diese Grenze und noch ist nichts gemacht», sagte der Franzose und deutete an, dass die FIFA in Brasilien weniger Geduld als in Südafrika haben wird: «Wir haben aus den Fehlern gelernt, und die Dinge werden bei der nächsten WM anders sein, weil wir wollen, dass die nächste immer besser als die vorherige wird.»


Die Zeitung «Folha de São Paulo» führte schon 14 Tage vor Ablauf der Frist zum 1. März die Säumigen vor. Sieben der zwölf Städte standen auf der Liste, darunter Rio de Janeiro mit dem legendären Maracanã-Stadion, die im Nordosten gelegenen Stadt Natal (Stadion: Arena das Dunas), Manaus (Vivaldão) und Fortaleza (Castelão). Die Stadt am Zuckerhut rechnet fest mit dem Endspiel 2014. Das Maracanã- Stadion, das in diesem Jahr 60 Jahre alt wird, soll von August an für mehr als zwei Jahre für die Arbeiten geschlossen werden.

Unter anderen sind vier zusätzliche Rampen geplant, damit das Stadion die FIFA-Auflagen für eine Notfall-Evakuierung der mehr als 80 000 Zuschauer binnen acht Minuten erfüllt. Kosten insgesamt: umgerechnet mehr als 200 Millionen Euro. Doch droht den Planern Ungemach, denn bei den Arbeiten an Rios «Fußball-Tempel» haben auch die Denkmalschützer ein Wort mitzureden, und die sind mit den Plänen nicht ganz einverstanden.

Verspätet sind auch die Städte Natal und Fortaleza. «Wir haben die Vorgaben einige Male geändert, aber das Wichtigste ist doch das Datum für das Ende der Arbeiten. Wir werden alles tun, um das (fertige) Stadion bis Dezember 2012 abzuliefern. Das garantieren wir», sagte der für Fortaleza zuständige Sportsekretär des Bundesstaats Ceará, Ferruccio Feitosa. Auch für Natals Bürgermeisterin Micarla de Sousa zählt vor allem das Abgabe- und nicht das Anfangsdatum. Die Nervosität kann sie trotzdem verstehen: «Es ist offensichtlich, dass die FIFA besorgt ist über die Nichterfüllung der Fristen in Südafrika. Sie muss die CBF jetzt drängen, die Städte unter Druck zu setzen. Das ist normal.»

Weitere Fussball-Nachrichten aus dem Archiv
08.03. 11:25 - Kaputter Boden: Brasilianer stirbt bei Grätsche
07.03. 23:03 - Florenz verpatzt Bayern-Generalprobe
07.03. 19:03 - Scholes' 100. Tor hält ManU auf Kurs
07.03. 13:57 - Wolfsburg-Gegner Kasan gewinnt Russlands Supercup
07.03. 13:10 - Van der Vaart schießt Real an die Spitze
07.03. 12:38 - Rehhagel: «Ich will mit dem Fußball sterben»
07.03. 11:57 - Lyon verpasst Sprung an die Spitze
07.03. 11:10 - Scholes' 100. Tor hält Manchester auf Kurs
07.03. 09:37 - Real übernimmt Tabellenführung: 3:2 gegen Sevilla
06.03. 22:39 - 1:2 gegen Juve: Florenz verpatzt CL-Generalprobe
 
Alle älteren Artikel gibt's im News Archiv.
Fanartikel Deutschland Trikot DFB Pokal Karten Sky bestellen
Fan von Fussball24 auf Facebook werden
Fußball Newsletter - Informationen und Anmeldung
Das große Fußball 24 Forum
fussball-im-verein.de - Spieler, Funktionäre und Fans immer am Ball
Indoor-Soccer Plätze finden
...weitere Themen

Internetagentur bigidea.de | Eishockey | primera-division.com