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Italien müde - Dämpfer für Hitzfeld und Rehhagel

Hamburg (dpa) - 03.03.2010, 23:11 Uhr

Uruguays Diego Forlan (m) erzielt gegen den Schweizer Keeper Marco Woelfli (l) ein Tor.
Uruguays Diego Forlan (m) erzielt gegen den Schweizer Keeper Marco Woelfli (l) ein Tor.

Hamburg (dpa) - Heimpleiten für deutsche Trainer, Jubel bei den deutschen Vorrundengegnern Australien und Serbien sowie Beinahe-Blamagen für England und Italien: 100 Tage vor WM-Beginn haben einige große Fußball-Nationen ihre Form für das Turnier in Südafrika noch nicht gefunden.

Den bittersten Rückschlag mussten die Italiener hinnehmen, die gegen Kamerun nicht über ein müdes 0:0 hinauskamen. Beim 3:1 (0:1)-Erfolg gegen Ägypten in London drehte England die Partie erst spät. Für Frankreich konnte auch Rückkehrer Franck Ribéry die 0:2 (0:2)-Niederlage im Prestigeduell gegen Spanien nicht verhindern.

Seit 42 Jahren gewann der Europameister dank der Treffer von David Villa (21. Minute) und Sergio Ramos (45+1.) erstmals wieder bei den Franzosen. Für England sorgten Peter Crouch (56./79.) und Shaun Wright-Phillips (74.) für die Entscheidung gegen Ägypten. Den Afrika-Cup-Gewinner hatte der Dortmunder Mohamed Zidan (23.) in Führung gebracht.

Griechenlands Coach Otto Rehhagel zeigte sich nach dem 0:2 (0:0) gegen Senegal im letzten Härtetest vor der Nominierung des vorläufigen WM-Aufgebots ernüchtert: «Wir haben noch einen Haufen Arbeit zu tun, wenn wir in der WM-Gruppe einigermaßen gut aussehen wollen», sagte er im griechischen Radio und räumte ein: «Der Gegner war besser als wir.» Für Senegal trafen in Piräus Mamadou Niang (71.) und Guirane N'Daw (80.).

Auch Ottmar Hitzfelds Schweizer steckten auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) einen Dämpfer ein. Nach der Führung durch Gökhan Inler (29./Foulelfmeter) verloren die Eidgenossen mit einigen Nachwuchskräften das Duell gegen WM-Teilnehmer Uruguay 1:3 (1:1). «Wichtig war, gegen Uruguay Erfahrung mit den Jungen zu sammeln, darum bin ich das Risiko eingegangen», sagte Hitzfeld.


Der zweite deutsche Gruppenkontrahent Serbien zeigte beim 3:0 (1:0) gegen die ebenfalls für die WM qualifizierte Auswahl aus Algerien hingegen eine starke Offensivleistung. Der frühere Berliner Marko Pantelic (15.), Zdravko Kuzmanovic vom VfB Stuttgart (55.) und der ehemalige Bremer Dusko Tosic (65.) schossen den verdienten Sieg in Algier heraus.

Der deutsche WM-Gegner Ghana sucht dagegen noch seine Form für Südafrika. Das Team des Serben Milovan Rajevac gab beim 1:2 (1:1) in Bosnien, das die WM in der Relegation gegen Portugal verpasst hatte, eine 1:0-Führung aus der Hand. Nach dem Treffer durch Sulley Muntari (22.) glich zunächst Hoffenheims Vedad Ibisevic (40.) auf Vorlage von Edin Dzeko (VfL Wolfsburg) aus. Miralem Pjanic (65.) sorgte für den bosnischen Sieg.

Zuvor hatte sich Deutschlands erster WM-Kontrahent Australien für die Asienmeisterschaft im kommenden Jahr qualifiziert. Die «Socceroos» gewannen in Brisbane gegen Indonesien mit 1:0 (1:0). Das Team von Coach Pim Verbeek schloss seine Qualifikations-Gruppe durch das Tor von Mark Milligan in der 42. Minute als Sieger ab und sicherte sich damit die Teilnahme am Kontinental-Turnier im Januar 2011 in Katar.

WM-Gastgeber Südafrika tritt weiter auf der Stelle. Im WM-Spielort Durban kam der WM-Gastgeber gegen Namibia durch einen Treffer von Katlego Mphela (70.) nur zu einem 1:1 (0:1)-Unentschieden.

Der erste WM-Kontrahent von Rehhagels Griechen, Südkorea, konnte hingegen überzeugen: Gegen die Elfenbeinküste gewannen die Asiaten, die bei der WM-Endrunde in Gruppe B auch auf Argentinien und Nigeria treffen werden, mit 2:0 (1:0). Angreifer Dong-Gook Lee (4.) und Tae- Hwi Kwak (90.+2) trafen in London beim Sieg für Südkorea. Die Niederlande präsentierte sich beim 2:1 (1:0) gegen die USA ebenfalls bereits reif für die WM. Für das Team von Bert van Marwijk trafen Dirk Kuyt (39./Foulelfmeter) und Klaas-Jan Huntelaar (72.).

Die nicht für die WM qualifizierte Türkei setzte sich gegen den Endrunden-Teilnehmer Honduras mit 2:0 (1:0) durch. Für den deutschen Gegner in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2012 trafen Emre Gungor (41.) und Hamit Altintop (55.). «Ich glaube, dass sie eine schwere Zeit gegen Spanien, Chile und die Schweiz haben werden», sagte der Profi von Bayern München mit Blick auf den WM-Debütanten aus Mittelamerika. Berti Vogts, der mit Aserbaidschan in der EM- Qualifikation ebenfalls auf Deutschland treffen wird, konnte mit dem 2:1 (2:1) im Duell der «Fußball-Zwerge» in Luxemberg einen Erfolg feiern.

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