Spanien hat mit einem 2:0 (2:0)-Sieg in Frankreich seine Ambitionen auf den Gewinn der Fußball-WM in Südafrika eindrucksvoll untermauert.
Der Europameister setzte sich vor 75 000 Zuschauern im Pariser Stade de France dank der Tore von David Villa (21. Minute) und Sergio Ramos (45.) souverän durch. Vizeweltmeister Frankreich hatte trotz des Comebacks von Bayern-Profi Franck Ribéry kaum echte Torchancen und bekam eine Lehrstunde erteilt. Während die Sieger mit «Olé-Olé»-Rufen gefeiert wurden, wurden die Schützlinge des umstrittenen Trainers Raymond Domenech vom eigenem Publikum ausgepfiffen. Französische TV-Kommentatoren sprachen von einem «Klassenunterschied».
Im letzten Härtetest vor der Nominierung des vorläufigen WM-Aufgebots begannen die Hausherren zwar mit einigen Feldvorteilen. Doch die von Cesc Fabregas und Andres Iniesta gekonnt dirigierten Gäste nahmen schon nach einer Viertelstunde das Heft in die Hand. In der 19. Minute ging zunächst ein Kopfball von Sergi Busquets knapp am Tor vorbei. Zwei Minuten später die Führung der Spanier: Nach einem Ballverlust von Thierry Henry und einem Steilpass von Fabregas schob Goalgetter David Villa den Ball aus 16 Metern ins gegnerische Tor. Dass bei den Spaniern auch die Abwehrspieler torgefährlich sind, bewies Sergio Ramos. Der Real-Madrid-Profi ließ seinen Gegenspieler gekonnt ins Leere laufen und schoss das 2:0.
In der zweiten Hälfte schaukelten die Gäste mit ihrem gekonnten Pass-Spiel den Sieg nach Hause. Frankreich hatte trotz des Sturmtrios mit Ribéry, Henry und Nicolas Anelka auch in den zweiten 45 Minuten keine echte Torchance. Es war am Ende der erste Sieg der Spanier in Frankreich nach 42 Jahren. Der FIFA-Weltranglistenerste baute in Paris seine Erfolgsbilanz der letzten drei Jahre auf 22 Siege bei nur einer Niederlage aus - dem 0:2 gegen die USA im Halbfinale des Confederationscups 2009.