Dämpfer für Rehhagel und Ghana - Australien siegt
Hamburg (dpa) - 03.03.2010, 19:53 Uhr
Otto Rehhagel musste mit dem griechischen Team bei einem Testspiel eine Niederlage hinnehmen.
100 Tage vor WM-Beginn haben Otto Rehhagel mit Griechenland und Deutschlands letzter Vorrunden-Gegner Ghana jeweils einen Rückschlag auf dem Weg nach Südafrika hinnehmen müssen. Gegen die nicht für die Fußball-Weltmeisterschaft qualifizierte Auswahl des Senegal verlor der Europameister von 2004 mit 0:2 (0:0). In Griechenlands letztem Härtetest vor der Nominierung des vorläufigen WM-Aufgebots trafen in Piräus Mamadou Niang (71. Minute) und Guirane N'Daw (80.) für die Afrikaner. Ghana verlor in Bosnien mit 1:2 (1:1). «Wir haben noch einen Haufen Arbeit zu tun, wenn wir in der WM-Gruppe einigermaßen gut aussehen wollen», sagte Rehhagel im griechischen Radio. Er räumte ein: «Der Gegner war besser als wir.» Rehhagel setzte jeweils eine Halbzeit lang auf die Bundesliga-Stürmer Theofanis Gekas (Hertha BSC) und Angelos Charisteas vom 1. FC Nürnberg.
Griechenlands erster WM-Kontrahent Südkorea konnte hingegen überzeugen: Gegen die Elfenbeinküste gewannen die Asiaten, die bei der WM-Endrunde in Gruppe B auch auf Argentinien und Nigeria treffen werden, mit 2:0 (1:0). Angreifer Dong-Gook Lee (4.) und Tae- Hwi Kwak (90.+2) schossen in London den Sieg der Südkoreaner heraus. Mit dem erneuten Rückschlag steckt die Elfenbeinküste, die nach dem Viertel-Aus beim Afrika-Cup im Januar zuletzt Trainer Vahid Halilhodzic entlassen hatte, weiter in der Krise. Auch der deutsche WM-Gegner Ghana sucht noch seine Form für Südafrika. Das Team des Serben Milovan Rajevac gab in Bosnien, das die WM in der Relegation gegen Portugal verpasst hatte, eine 1:0-Führung aus der Hand. Nach dem Treffer durch Sulley Muntari (22.) für den Zweiten des Afrika-Cups glich zunächst Hoffenheims Vedad Ibisevic (40.) auf Vorlage von Edin Dzeko (VfL Wolfsburg) aus. Miralem Pjanic (65.) sorgte für den bosnischen Sieg. Für Ghana kam in der ersten Halbzeit Prince Tagoe von 1899 Hoffenheim zum Einsatz. Bei der WM (11. Juni bis 11. Juli) trifft die Auswahl des Deutschen-Fußball-Bundes (DFB) am 23. Juni in Johannesburg auf die Afrikaner. |