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Spanien will in Paris offene Rechnungen begleichen

Paris (dpa) - 02.03.2010, 13:32 Uhr

Torres (l) kämpft beim letzten Vergleich mit Frankreich 2008 gegen Gallas.
Torres (l) kämpft beim letzten Vergleich mit Frankreich 2008 gegen Gallas.

Das Prestige-Duell zwischen Fußball-Vizeweltmeister Frankreich und Europameister Spanien birgt Zündstoff. Im Pariser Stade de France geht es am 3. März nicht nur um einen erfolgreichen Start in die WM-Vorbereitung von zwei der größten Titelfavoriten in Südafrika.

Spanien will in Frankreich auch offene Rechnungen begleichen. «Wir sind scharf auf die Franzosen. Vor allem, weil die uns bei der letzten WM ausgeschaltet haben», räumte Mittelstürmer Fernando Torres unumwunden ein - 2006 waren die Iberer im WM-Achtelfinale mit 1:3 an Frankreich gescheitert.

Die Medien in Spanien fordern außerdem das Ende einer «schwarzen Serie»: Seit 42 Jahren haben die Spanier bei den «Bleus» nicht mehr gewonnen. Beim letzten Duell vor heimischem Publikum setzten sich Torres & Co. vor zwei Jahren daheim in Malaga mit 1:0 durch.

Während Frankreich sich auf das Comeback von Bayern-Profi Franck Ribéry freut, steht auch Liverpool-Profi Torres seinem Coach Vicente Del Bosque erstmals nach zwei Monaten (Knieverletzung) wieder zur Verfügung. Damit tritt die «Furia Roja», die «roten Furie», in Bestbesetzung an: Torwart Iker Casillas, die Mittelfeldstrategen Xavi, Iniesta und Cesc Fábregas und auch Goalgetter David Villa sollen in Paris nicht nur für einen Sieg sorgen und Spielzüge üben, sondern auch Prämien und «das Zusammenleben» in Südafrika erörtern.

Mit einem Sieg gegen die mächtigen Spanier will Frankreichs umstrittener Trainer Raymond Domenech derweil die vielen Skeptiker überzeugen und eine ruhige WM-Vorbereitung garantieren. Nach dem Fiasko bei der EURO 2008 und den mäßigen Leistungen in der WM-Qualifikation «herrscht in ganz Frankreich Pessimismus», schrieb die Zeitung «Le Parisien».

Beim Unternehmen «Vertrauens-Gewinnung» setzt nicht nur Coach Domenech auf Ribéry. «Er kommt mit einem solchen Selbstbewusstsein und einem Kampf-Elan, die der ganzen Mannschaft gut tun», meinte Team-Kollege Djibril Cissé.


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