Weil José Mourinho einem Schiedsrichter symbolisch Handschellen anlegte, hat der italienische Fußballverband (FIGC) Inter Mailands Trainer für drei Spiele auf die Tribüne verbannt. Zudem muss Mourinho eine Strafe in Höhe von 40 000 Euro zahlen.
Das FIGC-Sportgericht verurteilte den Coach wegen seiner Schiedsrichter-Provokation beim 0:0 gegen Sampdoria Genua. Nachdem Referee Paolo Tagliavento zwei Inter-Spieler in der ersten Halbzeit vom Platz gestellt hatte, streckte Mourinho ihm die Hände wie in Handschellen gefesselt entgegen. Viele interpretierten die Geste so, als habe Mourinho den Schiedsrichter in Handschellen aus dem Stadion führen lassen wollen. Der Portugiese selbst konnte seine Geste nicht erläutern, da Club-Präsident Massimo Moratti der gesamten Mannschaft ein Redeverbot erteilte.
Der Schiedsrichterverband AIA hatte zuvor eine harte Strafe für Mourinho gefordert und mit einem Schiri-Streik gegen den streitlustigen Trainer gedroht. Die Referees könnten sich weigern, Spiele von Inter Mailand zu pfeifen, hieß es. Mourinho wurde in der laufenden Saison bereits wiederholt zu Geldstrafen und Platzverweisen verurteilt.