Chelsea nutzt ManU-Patzer: Lob für 25-Tore-Drogba
London/Hamburg (dpa) - 21.02.2010, 19:38 Uhr
MIchael Ballack (l) gratuliert Didier Drogba im November 2009 zu einem Tor.
Petr Cech parierte alles, Michael Ballack rackerte vorbildlich und Didier Drogba traf einmal mehr nach Belieben: Nach dem Patzer von Verfolger Manchester United hat der FC Chelsea seinen Vorsprung in Englands Fußball-Meisterschaft auf vier Punkte ausgebaut. «Nach der Niederlage für ManU war das ein großer Sieg für uns», frohlockte Carlo Ancelotti nach dem 2:0 (1:0) bei den Wolverhampton Wanderers. Trotz der 3:1-Schützenhilfe des FC Everton im Mittags-Match gegen den Titelverteidiger aus Manchester glaubt der Chelsea-Coach im Titelkampf noch nicht an eine Vorentscheidung: «Bei noch elf Spielen sind vier Punkte zwar ein schönes Polster, aber wir müssen weiter auf unser Ziel fokussiert sein. Noch ist nichts entschieden.» Dass Chelsea auch ohne sieben Stammspieler dreifach punktete, lag vor allem an Keeper Cech und «Knipser» Drogba. Der Nationalstürmer von der Elfenbeinküste erzielte seine Meisterschaftstreffer 18 und 19 - in allen Wettbewerben hat er gar schon 25 Saisontore auf dem Konto. «Didier erledigt seinen Job hervorragend, nicht nur wegen der Tore. Er ist auch ein Leader auf dem Platz. Sein Einsatz ist vorbildlich», lobte Ancelotti den Goalgetter in den höchsten Tönen.
Der eigentliche Matchwinner stand für den Erfolgscoach jedoch zwischen den Pfosten. «Cech war der Mann des Spiels. Er hat uns beim Stand von 1:0 den Vorsprung gerettet und zum 2:0 einen exzellenten Assist gegeben», analysierte Ancelotti den weiten Abschlag des Tschechen, den Torjäger Drogba aufnahm und abgebrüht vollendete. «Insgesamt war es eine ausgezeichnete Vorstellung von den beiden», urteilte Ancelotti, der Nationalmannschaftskapitän Ballack von Beginn an brachte - was zuletzt nicht immer der Fall gewesen war. Der Deutsche war als Anspielstation am ersten Treffer mitbeteiligt, gefiel durch großen Einsatz, der ihm in der 64. Minute aber auch eine Gelbe Karte einbrachte. Doch Ballack & Co. blieben abgebrüht genug, um den Pflichtsieg bei den Wanderers nach Manchesters unfreiwilliger Vorlage einzufahren. |