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Barça-Serie gerissen: Real schöpft Hoffnung

Madrid (dpa) - 15.02.2010, 13:18 Uhr

Die Spieler von Atletico Madrid (l) feiern ihren Sieg über das Team von FC Barcelona (r).
Die Spieler von Atletico Madrid (l) feiern ihren Sieg über das Team von FC Barcelona (r).

Die Erfolgsserie des FC Barcelona ist gerissen. Nach 21 Punktspielen ohne Niederlage musste sich der spanische Fußballmeister und Champions-League-Sieger mit 1:2 (1:2) bei Atlético Madrid erstmals in dieser Saison geschlagen geben.

Barças Vorsprung vor Real Madrid an der Spitze der Primera División schmolz damit auf zwei Punkte. Die «Königlichen», die am Vortag beim Tabellenletzten CD Xerez 3:0 gewonnen hatten, schöpften neue Titelhoffnungen. «Danke Atleti», freute sich Reals Stürmerstar Cristiano Ronaldo. «Nun gehört der Meistertitel uns.»

Der FC Barcelona hatte beim Angstgegner Atlético, bei dem er in den vergangenen Jahren immer verloren hatte, gleich sechs Abwehrspieler ersetzen müssen. Nach zwei Spielminuten fiel mit Seydou Keita eine weitere Defensivkraft mit einem Muskelfaserriss aus. Der Malier wird den Katalanen vier Wochen fehlen.

Aber Barça, Gegner des VfB Stuttgart in der Champions League, hatte im Madrider Calderón-Stadion seine Schwächen nicht in der Abwehr, sondern im Mittelfeld und im Angriff. Ausgerechnet der sonst so beständige Regisseur Xavi leistete sich viele Ballverluste. Im Angriff spielten Lionel Messi und Zlatan Ibrahimovic kaum Chancen heraus. Der Schwede «Ibra» (26. Minute) erzielte zwar erstmals seit zwei Monaten wieder ein Tor. Dies reichte aber nur dazu, einen 2:0- Vorsprung Atléticos zu verkürzen, den Diego Forlán (8.) und Simão Sabrosa (22.) herausgeschossen hatten.

Die Anhänger Reals sahen im Patzer Barças den entscheidenden Wendepunkt im Kampf um den Titel. «Nun beginnt eine neue Liga», titelte die Zeitung «El País». «Real hat Barça jetzt wieder in Reichweite.» Dagegen war man beim Titelverteidiger bemüht, die Bedeutung der Niederlage herunterzuspielen. «In der vorigen Saison haben wir auch bei Atlético verloren und sind trotzdem Meister geworden», sagte Barça-Präsident Joan Laporta trotzig. Trainer Josep Guardiola meinte: «Uns gingen infolge der Verletzungen die Leute aus, aber die Spieler werden wieder fit sein, wenn die Stunde der Wahrheit schlägt.»


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