Madrid (dpa) - 12.02.2010, 16:18 Uhr
Atlético Madrid steht erstmals seit zehn Jahren wieder im Finale des spanischen Fußballpokals. Im Halbfinale konnte sich der neunmalige Cupsieger nach einem 4:0-Hinspielsieg über Racing Santander im Rückspiel eine 2:3-Niederlage in der nordspanischen Hafenstadt leisten.
Im Endspiel treffen die Rot-Weißen auf den FC Sevilla, der sich zuvor über den FC Getafe (2:0/0:1) hinweggesetzt hatte. Die Finalisten und der spanische Fußballverband (RFEF) beantragten beim Weltverband FIFA eine Sondergenehmigung, dass ihre Nationalspieler später als vorgesehen in ihre Kader für die Weltmeisterschaft in Südafrika einziehen dürfen. Die Spanier möchten das Pokalendspiel am 26. Mai austragen.
Dieser Termin macht es für die WM-Teilnehmer von Atlético und Sevilla jedoch unmöglich, die von der FIFA vorgeschriebene Erholungspause zu absolvieren und sich rechtzeitig den Kadern ihrer Nationalteams anzuschließen. Der RFEF will erst nach einer Antwort der FIFA entscheiden, wann und wo das Pokalfinale stattfinden wird.
In Santander währte der Traum von Racing auf einem Fußballwunder nur kurz. Ein Eigentor des Atlético-Verteidigers Juan Valera in der 2. Minute ließ die Hoffnung aufkommen, das 0:4 aus dem Hinspiel doch noch aufholen zu können. Aber schon fünf Minuten später machte auf der Gegenseite ein Eigentor des Racing-Akteurs José Moratón (7.) alle Träume zunichte. José Manuel Jurado (51.) brachte Atlético dann in Führung. In der Schlussphase gelang Racing, das nach einem Platzverweis von Christian in Unterzahl spielen musste, durch Tore von Xisco (89.) und Mohammed Tchité (90.) der 3:2-Erfolg.