Der italienische Fußballverband (FIGC) hat gegen den Zweitligisten US Gallipoli Ermittlungen wegen des Verdachts der Ergebnisabsprache und Wettmanipulation eingeleitet.
Auf die am 7. Februar ausgetragene Partie zwischen Gallipoli Calcio und US Grosseto (2:2) seien verdächtig viele Wetten abgegeben worden, berichtete die «Gazzetta dello Sport». Gallipolis Ex-Trainer Giuseppe Giannini wies die Vorwürfe als haltlos zurück. «Wir haben mit vollem Einsatz gespielt und dies sogar in Unterzahl», betonte der Coach, der wegen der chaotischen Zustände im Verein am Abend des gleichen Tages zurückgetreten war.
Giannini zog damit die Konsequenzen aus seinem offenen Streit mit Club-Präsident Daniele D'Odorico. Der hatte ihn im Stadion beschimpft und tätlich angegriffen. Auch die Spieler haben sich mit dem Clubchef überworfen. In den ersten 40 Sekunden des Spiels gegen Grosseto blieben die Gallipoli-Spieler regungslos stehen und drehten ihrem auf der Tribüne sitzenden Club-Chef den Rücken zu.
Nach Angaben der Spieler hat der Club sie seit Oktober 2009 nicht mehr bezahlt. Ende Januar habe ihnen D'Odorico ungedeckte Schecks gegeben. Die Umkleidekabinen des Stadions würden nicht geheizt. In ihrer Not hätten sie daraufhin selbst Heizstrahler gekauft.