Trotz Henrys Handspiel: Hansson WM-Schiedsrichter
Warschau (dpa) - 07.02.2010, 15:52 Uhr
Irische Spieler diskutieren nach der Hand-Szene aufgebracht mit Referee Martin Hansson (r).
UEFA-Präsident Michel Platini hat die WM-Nominierung des umstrittenen schwedischen Schiedsrichters Martin Hansson verteidigt. Hansson hatte im vergangenen November im WM-Playoff-Spiel zwischen Frankreich und Irland (1:1) vor dem Tor der Franzosen ein klares Handspiel von Stürmerstar Thierry Henry übersehen. «Die FIFA hat die richtige Entscheidung getroffen, weil er nicht verantwortlich ist für das, was passiert ist», sagte Platini am Wochenende in Warschau bei der Auslosung der Qualifikationsgruppen für die Fußball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine. Der Fußball-Weltverband FIFA hatte eine Liste mit 30 Referees aus 28 Ländern für die WM in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) veröffentlicht. Im engeren Kreis der Unparteiischen ist auch Bundesliga-Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) mit seinen Assistenten Jan Salver und Mike Pickel. «Wolfgang Stark gehört diesem erweiterten Kreis ja schon seit drei Jahren an. Wir gehen davon aus, dass er Deutschland im Sommer bei der WM vertreten wird», sagte DFB-Lehrwart Eugen Strigel. Im Mai wird eine letzte Auswahl stattfinden und danach entschieden, welche Trios direkt zum Einsatz kommen und welche als Reserve zur Verfügung stehen werden.
«Er hat Henrys Handball nicht gesehen, als es passiert ist - obwohl es hinterher jeder im Fernsehen erkennen konnte. Ich glaube nicht, dass wir dem Schiedsrichter hier eine Schuld geben können», sagte Platini über Hansson. TV-Bilder zeigten eindeutig, dass Henry den Ball mit der Hand mitgenommen hatte, ehe er ihn zum Torschützen William Gallas passte. Mit dem dabei erzielten 1:1 und dem 1:0-Sieg aus dem Hinspiel in Dublin war Frankreich für die WM qualifiziert.
|