Terry will zur WM wieder England-Kapitän werden
London (dpa) - 06.02.2010, 14:28 Uhr
Englands Kapitän John Terry (vorn) lässt in einem Länderspiel 2008 Lukas Podolski stehen.
Der als Kapitän abgesetzte John Terry will die englische Fußball-Nationalmannschaft spätestens bei der Weltmeisterschaft im Sommer in Südafrika wieder aufs Feld führen. «Ich denke, ich könnte wieder Kapitän werden, wenn sich die Wogen geglättet haben», zitierte die Boulevardzeitung «The Sun» den Chelsea-Profi. Nationalcoach Fabio Capello hatte dem Abwehrchef am Vortag das Amt entzogen, nachdem eine Affäre mit der Ex-Freundin seines Auswahlkollegen Wayne Bridge tagelang die Schlagzeilen bestimmte. «Ich habe mein ganzes Leben lang gekämpft und werde damit jetzt nicht aufhören», habe Terry einem Freund gesagt. «Terry gefeuert», titelten die britischen Blätter nach der etwas überraschenden Entscheidung des Italieners Capello. Der Trainer habe dem 29-Jährigen bei einem zwölfminütigen Treffen im Verbands- Hauptquartier in Wembley keine Chance zur Verteidigung gegeben. Rio Ferdinand von Manchester United wurde zum neuen «Skipper» befördert, Liverpool-Star Steven Gerrard ist künftig Vize-Kapitän. «Der Trainer muss diese Entscheidung treffen, und Mr. Capello hat sie getroffen. Ich denke, die Leute werden sich daran halten», übermittelte der britische Premierminister Gordon Brown.
Terry sei schwer getroffen, meldeten die Medien. Schließlich habe er das Kapitänsamt als «ultimative Ehre» empfunden. Auch deshalb soll er bei der Rückkehr aufs Trainingsgelände des Michael-Ballack-Clubs Chelsea versprochen haben, «mit Händen und Füßen» um das Armband des Spielführers kämpfen zu wollen. Derweil muss er zumindest keine weiteren pikanten Enthüllungen im Skandal um seine Liebschaft mit Unterwäsche-Model Vanessa Perroncel fürchten. Ihr schillernder PR-Berater Max Clifford erklärte, die Französin wolle trotz sechsstelliger Angebote ihren Teil der Geschichte nicht an die britische Boulevardpresse verkaufen. Prompt spekulierten die Blätter, Terry habe sich das Schweigen seiner Ex-Geliebten für eine hohe Summe erkauft. |