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Chelsea hofft gegen Arsenal auf Befreiungsschlag

London (dpa) - 05.02.2010, 11:58 Uhr

Chelsea-Kapitän  John Terry sorgt außerhalb des Spielfelds für Schlagzeilen.
Chelsea-Kapitän John Terry sorgt außerhalb des Spielfelds für Schlagzeilen.

Duell oder Dreikampf? Für Tabellenführer FC Chelsea steht in der Spitzenpartie der englischen Premier League gegen den Dritten FC Arsenal viel auf dem Spiel.

Mit einem Sieg könnten Michael Ballack und Co. den Londoner Rivalen endgültig aus dem Titelrennen schießen, bei einer Niederlage würde Titelverteidiger Manchester United am Team des DFB-Kapitäns vorbeiziehen und auch Arsenal hätte wieder gute Karten im Kampf um die Meisterschaft. «Alles ist möglich im Fußball. Die Dinge können sich schnell ändern», warnte Stürmer Nicolas Anelka die Chelsea-Fans, die über ihren Verein und insbesondere Abwehrchef John Terry zuletzt fast nur noch in den Klatsch- statt den Sportspalten lesen konnten.

Das Medienspektakel um den Chelsea- und England-Kapitän, der eine außereheliche Affäre mit der Ex-Freundin eines ehemaligen Clubkameraden und Nationalelf-Kollegen hatte, sollte sich bis zum Gipfeltreffen allerdings gelegt haben - sofern die Boulevardpresse nicht mit neuen Enthüllungen nachlegt. Nach einem Gespräch unter vier Augen mit Nationaltrainer Fabio Capello am 5. Februar dürfte der 29 Jahre alte Verteidiger eine Ahnung haben, ob er die England-Elf bei der WM im Sommer in Südafrika aufs Feld führen darf oder nicht. Die Zeichen standen zuletzt gut für Terry. Co-Trainer Stuart Pearce stärkte dem «fantastischen Kapitän» jedenfalls schon vorab den Rücken und sprach von «Hexenjagd».

Mit dem erhofften Befreiungsschlag gegen Arsenal könnte Chelsea auf und jenseits des Platzes auf mehr Ruhe hoffen. Auftrieb erhielten die «Blues» bereits, als der Internationale Sportgerichtshof CAS in Lausanne nach der Beilegung des Streits mit dem RC Lens um den Nachwuchsspieler Gael Kakuta die vom Weltverband FIFA gegen Chelsea verhängte Transfersperre aufhob. Damit gelten im Vereins- und Liga-Gefüge wieder die normalen Gesetze.

Für das London-Derby kann Chelsea auf eine starke Heimbilanz mit 23 Liga-Spielen ohne Niederlage bauen - die letzte, im November 2008, verabreichten allerdings ausgerechnet die «Gunners», deren damaliger Torschütze Robin van Persie dieses Mal aber wegen einer Fußverletzung außer Gefecht ist. Dafür dürfte sich Chelsea-Stürmer Didier Drogba schon auf Arsenal freuen. In elf Partien gegen die Nord-Londoner traf der Ivorer bislang zehnmal. Auf einen Ausrutscher des Spitzenreiters hofft «ManU», das am Samstag gegen das kriselnde Schlusslicht FC Portsmouth drei Punkte fest eingeplant hat.


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