Auch sportlich gab es keine Fußball-Feuerwerke zu bestaunen. Die Ägypter holten als erstes Team zum dritten Mal nacheinander die Trophäe - aber nicht, weil sie technisch brillierten oder überzeugenden Offensivgeist zeigten, sondern weil sie als Kollektiv am besten funktionierten und von der Schwäche ihrer Gegner profitierten. Mit der Elfenbeinküste und Kamerun schieden die beiden erfahrensten und am besten besetzten Teams im Viertelfinale aus. Den größten Imageschaden aber bescherte sich der Afrikanische Fußball-Verband CAF selbst. Togo darf nach dem Willen der Funktionäre 2012 und 2014 nicht am wichtigsten Turnier auf dem afrikanischen Kontinent teilnehmen - wegen der «Einmischung» der Regierung Togos, die nach dem Anschlag den Rückzug aus Angola angeordnet hatte. So mutet es fast schon zynisch an, dass Danny Jordaan als Cheforganisator für die WM in Südafrika nach dem Endspiel den Organisatoren des Afrika-Cups für ein «exzellentes Turnier» gratulierte - zwei Tage nachdem der angolanische Sportminister Gonçalvez Muandumba für die «kleinen Zwischenfälle» um Verzeihung bat. Und CAF-Präsident Issa Hayatou dürfte die Meinung «Unsere Entscheidung, Angola den Wettbewerb zuzuerkennen, hat sich als richtig erwiesen», nahezu exklusiv haben. Togos Nationaltrainer Hubert Velud forderte den Rücktritt Hayatous und nahm auch den Fußball-Weltverband FIFA in die Pflicht. Doch aus Zürich hieß es am Montag nur: «Im Moment geben wir keinen Kommentar ab.»
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