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FIFA: Große WM-Vorfreude in Südafrika

Johannesburg (dpa) - 27.01.2010, 11:26 Uhr

Am Soccer City Stadion in Johannesburg wird weiter gebaut.
Am Soccer City Stadion in Johannesburg wird weiter gebaut.

Die Eröffnung des Endspielstadions verzögert sich, doch die Vorfreude auf die Fußball-WM ist im Gastgeberland Südafrika laut einer FIFA-Umfrage hervorragend.

Wie der Weltverband mitteilte, sind 90 Prozent der Menschen im Kap-Staat «stolz» darauf, dass das wichtigste Fußball-Turnier vom 11. Juni bis 11. Juli in ihrem Land stattfindet. Diese Zahl beruht auf einer Erhebung des von der FIFA beauftragten Forschungsunternehmens SPORT+MARKT nach der Gruppenauslosung im Dezember 2009 in Kapstadt.

Das Soccer City Stadion in Johannesburg kann derweil laut südafrikanischen Medienberichten nicht wie geplant am 20. Februar mit dem Lokalderby zwischen den Orlando Pirates und Kaizer Chiefs eröffnet werden. Die Clubs aus Soweto müssen sich für ihr Ligaspiel eine andere Arena suchen, berichtet das Magazin «Kick Off» unter Berufung auf Pirates-Sprecher Mickey Modisane.

An der knapp 90 000 Zuschauer fassenden Arena werden noch letzte Baumaßnahmen vorgenommen. Wann in der riesigen «Schüssel» nun erstmals ein Fußballspiel stattfindet, ist vorerst nicht bekannt. Im ehemaligen Township Soweto werden unter anderem das Eröffnungsspiel am 11. Juni zwischen Südafrika und Mexiko, das deutsche Gruppenspiel gegen Ghana am 23. Juni und das Finale am 11. Juli stattfinden.

Laut der FIFA-Umfrage glauben 84 Prozent der Südafrikaner an eine erfolgreiche Turnierorganisation, 86 Prozent freuen sich auf die WM. Wirtschaftlich setzen die Südafrikaner auf einen WM-Bonus. 91 Prozent rechnen mit zusätzlichen Arbeitsplätzen, 95 Prozent an eine Stärkung des Tourismussektors.

79 Prozent sind zudem von einer emotionalen Bedeutung der WM für das Land überzeugt: Das Turnier werde die auch 15 Jahre nach dem Ende der Apartheid zerrissene Nation einen. 88 Prozent setzen auf einen Imagegewinn ihrer Heimat jenseits der Landesgrenzen. 70 Prozent und damit sieben Prozent weniger als bei der vorherigen Umfrage im September 2009 fürchten allerdings weiterhin eine Verteuerung von Verbrauchsgütern durch die WM.


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