München (dpa) - 27.01.2010, 17:42 Uhr
Danny Jordaan garantiert die Sicherheit für die WM in Südafrika.
Bayern Münchens Vereinspräsident Uli Hoeneß sieht die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft nach Südafrika als «eine der größten Fehlentscheidungen» von FIFA-Präsident Joseph Blatter an.
«Ich war nie ein großer Freund von einer WM in Südafrika oder überhaupt in Afrika, solange Sicherheitsaspekte nicht zu 100 Prozent geklärt sind», sagte Hoeneß im «Münchner Merkur» und in der «tz». Er selbst werde nicht zum Turnier ans Kap reisen.
Der Terroranschlag diesen Monat auf das Nationalteam Togos bestärkte den Ex-Manager in seiner Meinung, schreibt das Blatt. «Herr Blatter hat seinen Willen haben müssen, ich habe es immer für falsch gehalten», sagte Hoeneß. «Jetzt hat es keinen Sinn mehr zu lamentieren. Man muss versuchen das Beste daraus zu machen - ich bin mir sicher, dass Herr Blatter im stillen Kämmerlein längst begriffen hat, dass die WM-Vergabe an Südafrika eine der größten Fehlentscheidungen war, die er jemals getroffen hat», sagte Hoeneß.
Anders als Hoeneß sieht Franz Beckenbauer die Vergabe der Fußball- WM 2010 an Südafrika nicht als Fehler an. «Südafrika ist keine Fehlentscheidung. 2006 wäre es zu früh gewesen für eine WM dort. Aber mit dem Vorlauf bis 2010 haben sie die Probleme in den Griff bekommen. Hundertprozentige Sicherheit gibt's nirgendwo. Die hatten wir in Deutschland 2006 auch nicht», sagte Beckenbauer in der «Bild»- Zeitung. Pauschalkritik an Afrika lehnt Beckenbauer ab: «Europäische Clubs bedienen sich gerne mit den besten afrikanischen Spielern. Aber eine WM in Afrika wollen sie nicht. Das passt nicht zusammen.»