Blatter plädiert für einen WM-Bewerber aus Europa
Madrid (dpa) - 26.01.2010, 09:47 Uhr
FIFA-Präsident Blatter schlägt vor, für die WM 2018 nur einen europäischen Bewerber zu benennen.
FIFA-Präsident Joseph Blatter hat sich für nur einen europäischen Kandidaten im Rennen um die Gastgeberrolle für die Fußball-WM 2018 ausgesprochen. «Es ist noch nicht entschieden, aber es ist eine Idee, um die Arbeit der FIFA und des Exekutivkomitees zu erleichtern», sagte Blatter nach einem Treffen mit dem spanischen Ministerpräsidenten José Luis Rodriguez Zapatero in Madrid. Er habe diesbezüglich schon mit UEFA-Präsident Michel Platini gesprochen. Aus Europa bewerben sich derzeit England, Russland sowie die Doppel-Kandidaten Spanien-Portugal und Niederlande-Belgien um die Ausrichtung der WM 2018 oder 2022. Internationale Konkurrenten sind Australien, Japan und die USA für 2018 und zusätzlich Südkorea, Katar und Indonesien für 2022. Sollte sich die UEFA auf einen Kandidaten einigen und dieser am 3. Dezember in Zürich den Zuschlag vom FIFA-Exekutivkomitee um Franz Beckenbauer für 2018 bekommen, würde die WM vier Jahre später sicher nicht erneut nach Europa vergeben werden.
Vor der Vergabe der WM 2006 an Deutschland hatte sich der europäische Kontinental-Verband auf den DFB als einzigen Kandidaten Europas festgelegt und mit dieser Strategie Erfolg gehabt. England musste zurückstehen. In diesem Sommer findet die WM in Südafrika statt. 2014 ist Brasilien Gastgeber. Blatter machte in Madrid den einst von ihm kritisierten Doppel-Ausrichtern Hoffnung. «Die Geschichte hat gezeigt, dass die von zwei Ländern veranstalteten EM 2000 und 2008 Erfolge waren», sagte Blatter. Die WM hatte bislang nur 2002 in Südkorea und Japan zwei gleichzeitige Gastgeber gehabt.
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