Inter gewinnt Lokalderby gegen AC - Luca Toni k.o.
Turin (dpa) - 25.01.2010, 09:14 Uhr
Luca Toni (m) muss im Spiel gegen Juventus Turin das Spielfeld wegen einer Wadenzerrung verlassen.
Italiens Fußballmeister Inter Mailand ist nicht zu stoppen: Die Mannschaft von Trainer José Mourinho hat das 273. Derby gegen den Lokalrivalen AC Milan mit 2:0 (1:0) gewonnen und ihren Vorsprung in der Serie A auf neun Punkte ausgebaut. Der Argentinier Diego Milito (10. Minute) und der Mazedonier Goran Pandev (66.) machten den Sieg für Inter perfekt. Auch mit zehn Feldspielern brachte der Meister den Sieg über die Zeit: Wesley Snijder hatte schon nach 26 Minuten wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte gesehen, in der dramatischen Schlussphase flog auch Lucio mit Gelb-Rot vom Platz - und Ronaldinho verschoss für Milan einen Strafstoß. Inter liegt mit nunmehr 49 Punkten vor dem AC Milan (40), der seine vierte Saisonniederlage kassierte und zum ersten Mal im neuen Jahr verlor. Am Rande des Mailänder Derbys starb ein Fan nach einem Herzinfarkt. Nachdem Rettungskräfte noch im Stadion versucht hatten, den 51-Jährigen wiederzubeleben, wurde sein Tod im Krankenwagen festgestellt. Fußball-Weltmeister Luca Toni droht unterdessen eine vierwöchige Verletzungspause. Eine Woche nach seinem fulminanten Doppelpack-Comeback für den AS Rom gegen den FC Genau hat sich der von Bayern München ausgeliehene Stürmer beim 2:1-Sieg im Spitzenspiel bei Juventus Turin gleich beim ersten Antritt eine Wadenzerrung zugezogen. Damit hat der 32-Jährige wohl kaum noch Chancen auf eine Rückkehr in die italienische Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika.
Nach nur drei Minuten griff sich Toni an die linke Wade und humpelte mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Platz. Ein harter Rückschlag für den bei Bayern zunächst verletzten und dann von Trainer Luis Van Gaal ausgemusterten Mittelstürmer. Für ihn kam der überraschte Kapitän Francesco Totti, der musste sich aber erst noch seine Fußballschuhe anziehen. Die erhoffte Premiere des neuen römischen Traumduos «To-To» war damit dahin. Toni quälte sich auf Krücken in den Mannschaftsbus. Schon vor Tonis weiteren Untersuchungen hatte Trainer Claudio Ranieri kaum noch Hoffnung auf ein schnelle Rückkehr seines so hoch gelobten Neuzugangs. «Toni hat eine schwere Verletzung», berichtete Ranieri, der ansonsten in Turin allen Grund zur Freude hatte. Vor zehn Monaten hatten sie ihn in Turin gefeuert und durch Ciro Ferrara ersetzt, nun rächte sich Ranieri: «Das war mein erster Sieg gegen Juve und Roms erster seit neun Jahren.» |