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Toni wieder k.o. - Rom fertigt «Juve» ab

Turin (dpa) - 24.01.2010, 17:08 Uhr

Totti (l) und De Rossi von AS Rom jubeln im Dezember 2009 über den Sieg gegen SS Lazio.
Totti (l) und De Rossi von AS Rom jubeln im Dezember 2009 über den Sieg gegen SS Lazio.

Malheur für Luca Toni: Dem Fußball-Weltmeister von 2006 droht eine vierwöchige Verletzungspause.

Eine Woche nach seinem fulminanten Doppelpack-Comeback für den AS Rom gegen den FC Genau hat sich der von Bayern München ausgeliehene Stürmer beim 2:1-Sieg im Spitzenspiel bei Juventus Turin gleich beim ersten Antritt eine Wadenzerrung zugezogen. Damit hat der 32-Jährige wohl kaum noch Chancen auf eine Rückkehr in die italienische Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika.

Nach nur drei Minuten griff sich Toni an die linke Wade und humpelte mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Platz. Ein harter Rückschlag für den bei Bayern zunächst verletzten und dann von Trainer Luis Van Gaal ausgemusterten Mittelstürmer. Für ihn kam der überraschte Kapitän Francesco Totti: Der musste sich aber erst noch seine Fußballschuhe anziehen. Die erhoffte Premiere des neuen römischen Traumduos «To-To» war damit dahin. Toni quälte sich auf Krücken in den Mannschaftsbus.

Schon vor Tonis weiteren Untersuchungen hatte Trainer Claudio Ranieri kaum noch Hoffnung auf ein schnelle Rückkehr seines so hoch gelobten Neuzugangs. «Toni hat eine schwere Verletzung», berichtete Ranieri, der ansonsten in Turin allen Grund zur Freude hatte. Vor zehn Monaten hatten sie ihn in Turin gefeuert und durch Ciro Ferrara ersetzt, nun rächte sich Ranieri: «Das war mein erster Sieg gegen Juve und Roms erster seit neun Jahren», rechnete der Coach genüsslich vor.

«Ranieri versenkt Ferrara», titelte der «Corriere dello Sport». Ausgerechnet eine Heimpleite gegen seinen Vorgänger besiegelt Ferraras Schicksal. Nach sechs Niederlagen in den vergangenen acht Spielen, scheint der ehemalige Juve-Star zu resignieren: «Was auch immer kommen mag, es wird kein Drama sein. Ich akzeptiere die Entscheidung», sagte Ferrara.


Kapitän Alessandro Del Piero stellte sich zwar vor den Trainer, seinen Rauswurf aber wird auch er nicht mehr verhindern. «Wir sind alle Schuld», sagte Del Piero, der Juve in der 51. Spielminute mit 1:0 in Führung gebracht hatte. Danach hatte Totti nach einer Notbremse von Juve-Keeper Gianluigi Buffon per Elfmeter in der 68. Minute ausgeglichen. Dem Norweger John Riise gelang dann kurz vor Abpfiff gegen die nach Buffons Platzverweis in Unterzahl spielenden Turiner der Siegtreffer für die gefeierten Römer, die mit 38 Punkten Rang drei festigten.

Die Turiner liegen dagegen mit 33 Zählern nur noch auf Rang sechs hinter dem SSC Neapel (37), der 2:0 in Livorno gewann, und dem mit 3:0 gegen Florenz siegreichen FC Palermo (34). Ein Absturz, der «Tuttosport» in Rage brachte: «Jetzt reicht es, Juve. Was für eine Schande!», schimpfte die Turiner Sporttageszeitung.

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