Der gegen den Abstieg kämpfende Premier-League-Verein West Ham United liebäugelt mit einem Umzug ins derzeit entstehende Olympiastadion für die Spiele 2012.
«Mir gefällt die Idee, den Verein zukünftig West Ham Olympic zu nennen», schrieb die neue Vize-Vorsitzende des Ost-Londoner Vereins, Karren Brady, in ihrer Kolumne in der Boulevardzeitung «The Sun». Derzeit ist für die Zeit nach den Spielen ein Rückbau der 80 000 Zuschauer Platz bietenden Arena auf eine Kapazität von 25 000 Besucher und die Nutzung als Leichtathletik-Stadion vorgesehen.
Brady, die in den 1990er Jahren den Verein Birmingham City sanierte, gehört seit Anfang der Woche zur neuen West-Ham-Führung, nachdem die Geschäftsleute David Sullivan und David Gold die Kontrolle bei den «Hammers» übernahmen. Ein Umzug von West Hams «Upton Park»-Stadion von 1904 ins Olympiastadion sei sinnvoll und würde die Zukunft des Vereins sichern, schrieb Brady. Gegner der Idee seien «entweder ein bisschen blind oder ein bisschen verrückt». Die Idee, das Olympiastadion im Londoner Osten nach den Spielen einem Fußballclub zur Nutzung zu überlassen, ist nicht neu. Bisher gab es aber große Zweifel, ob die Arena als Fußballstadion geeignet sei.