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Trifft Toni gegen Juve, muss Diego-Trainer zittern

Rom (dpa) - 22.01.2010, 13:00 Uhr

Für Luca Toni läuft es seit seinem Weggang von Bayern München rund.
Für Luca Toni läuft es seit seinem Weggang von Bayern München rund.

Zwei Gipfeltreffen, ein Derby und ein Schicksalsspiel - Italiens Fußballfans fiebern dem bislang spannendsten Spieltag der Serie A-Saison entgegen: Im Mailänder Derby zwischen Spitzenreiter Inter (46 Punkte) und Verfolger Milan (40) geht es nur um den Meistertitel.

Zwischen Turin (33) und dem AS Rom (35) geht es um den drohenden Absturz des Rekordmeisters und den Job von Juve-Trainer Ciro Ferrara. Startet Luca Toni nach seinem grandiosen Doppelpack-Comeback bei den Römern richtig durch, wird sich der Ex-Bremer Diego in Turin an einen neuen Trainer gewöhnen müssen.

Nach vier Niederlagen in den vergangenen fünf Spielen und dem Champions League-K.o. gegen Bayern München ist Ferrara angeschlagen. Noch aber gibt er nicht auf: «Ich bin wie Rocky», betonte er, einiges einstecken zu können. Rückendeckung bekam Ferrara von Nationaltrainer Marcello Lippi: «Lasst ihn in Ruhe arbeiten», mahnte der Ex-Juve-Coach.

Hinter den Kulissen aber suchen die Turiner anscheinend schon nach einem neuen Coach. Der Berater von Guus Hiddink bestätigte jetzt, dass Juve den niederländischen Coach angesprochen habe. Verhandlungen gebe es allerdings nicht. Dies aber nur, weil Hiddink allein für die Rückrunde ein stolzes Gehalt von 3,5 Millionen Euro gefordert habe, verriet die «La Gazzetta dello Sport».

Nur eine Wende gegen Tonis Römer kann Ferraras Job retten. Aber danach sieht es vor dem Spiel, in dem wegen rassistischer Sprechchöre der Juve-Anhänger die Fan-Kurve gesperrt bleibt, nicht aus. Juve fehlen viele verletzte Stars wie Mauro Camoranesi und David Trezeguet und der glänzend gestartete Diego ist aus dem Tritt. «Du bist ein großartiger Spieler. Auch ich hatte Probleme am Anfang», sprach Ex- Juve-Star Zinedine Zidane dem Brasilianer Mut zu.


Luca Toni braucht derartigen Zuspruch nicht mehr. Seitdem er sich mit zwei Toren gegen den FC Genua eindrucksvoll zurückgemeldet hat, strotzt der bei Bayern ausgemusterte Stürmer nur so vor Selbstbewusstsein. In Turin könnte der 32-Jährige erstmals zusammen mit Kapitän Francesco Totti stürmen. «Jetzt kommen To-To», kündigten die Gazzetten bereits das neue römische Traumpaar an. Für Trainer Claudio Ranieri wäre ein Sieg in Turin ein besondere Genugtuung, nachdem er Ende der vergangenen Saison bei Juve entlassen worden war.

Auch der AC Mailand hat mit seinem Lokalrivalen Inter noch eine Rechnung offen: Nach der bitteren 0:4-Klatsche im Hinspiel hofft das wiedererstarkte Milan auf eine Revanche. Mit einem Sieg gegen den Titelverteidiger könnte der Berlusconi-Club die Meisterschaft wieder spannend machen. «Milan spielt sehr stark. Das wird ein großartiges Derby», meinte Inter-Präsident Massimo Moratti, dessen Team leicht favorisiert wird.

Trotz des jüngsten Punktverlustes beim 2:2 gegen Bari hat Inter- Trainer José Mourinho das komplettere Team. Milans Coach Leonardo setzt vor allem auf seinen zuletzt überragenden Landsmann Ronaldinho. «Auf dem Platz spüren ich das Vertrauen des Trainers», erklärte der schon oft abgeschriebene Brasilianer sein Comeback, das er mit einem Tor im Derby krönen möchte.

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