Sie sind hier: Startseite > International > News > Artikel

Jetzt  Neu! Der Fussball24-Newsreader

News-Feed
Was ist das?
 

 Impressum
 Datenschutzerklärung
 Sitemap
 
 

«El loco» sagt Adios: Higuitas Abschiedsspiel

Hamburg (dpa) - 22.01.2010, 11:40 Uhr

Rene Higuita spielt bei der WM 1990 für Kolumbien gegen Deutschland.
Rene Higuita spielt bei der WM 1990 für Kolumbien gegen Deutschland.

Als er den «Skorpion» machte, staunte die Fußball- Welt. Was andere Torhüter mit ihren Fäusten klärten, erledigte René Higuita akrobatisch mit den Sohlen.

«Nun, man sagt auch, dass Genies einen Hauch von Wahnsinn haben. Lassen Sie es mich einmal so formulieren: Früher behauptete man, dass Torhüter, die mit dem Fuß spielen, verrückt sind», sagte der Kolumbianer einmal in einem Interview. Wen wundert's, dass Higuita, mittlerweile 43 Jahre alt, den Spitznamen «El Loco» (Der Verrückte) verpasst bekam. Er war eine schillernde Figur auf dem Fußballplatz und schoss 52 Tore, weniger glanzvoll war sein Benehmen manchmal abseits des Feldes: In einem Spiel mit ehemaligen Wegbegleitern sagt Higuita am 24. Januar im Stadion Atanasio Girardot in Medellin «Adios».

Geladen sind keine Geringeren als Argentiniens nicht weniger umstrittene Lichtgestalt Diego Armando Maradona oder der einstige brasilianische Super-Kicker Ronaldo. Auch Kolumbiens Staatspräsident Alvaro Uribe will sich die Ehre gebe. Und alle werden sie gebannt auf eines der Markenzeichen des Keepers mit der einst wallenden schwarzen Haarpracht und dem nicht minder buschigen Moustache warten. «Sie könnte jederzeit wieder passieren. Man muss sich also in Acht nehmen...», meinte Higuita vor drei Jahren anlässlich seines 40. Geburtstags auf Fragen nach der sogenannten «Skorpion»-Parade.

Es war 1995 im altehrwürdigen Wembley-Stadion, als der Ball aufs Tor des Lockenkopfes flog. Statt stehen zu bleiben und die Hände nach oben zu nehmen, sprang Higuita kopfüber nach vorn und kickte die Kugel mit den Sohlen von der Linie. Doch nicht immer glückten die ebenso spektakulären wie riskanten Aktionen. Als er bei der WM 1990 einen seiner Ausflüge aus dem kolumbianischen Kasten machte, luchste ihm Kameruns Roger Milla den Ball ab und traf ins Tor. «Es gibt Gutes und Schlechtes, Gewinner und Verlierer, Dünne und Dicke, Große und Kleine. Das muss man so akzeptieren», befand Higuita einmal.

Das trifft auch auf sein Leben außerhalb des Fußballs zu. 1993 war Higuita wegen angeblicher Verwicklung in einen Entführungsfall festgenommen worden und saß sechs Monate in Untersuchungshaft. Er wurde 2002 wegen Kokain-Dopings auf unbestimmte Zeit für alle Spiele in seinem Heimatland gesperrt, zwei Jahre später erneut positiv getestet. «Diese Episoden gehören zu meinem Leben dazu», meinte Higuita. Man erlebe Höhen und Tiefen, «das Wichtigste ist jedoch, dass man mit diesen Erfahrungen wächst. Damit kann man anderen auch als Vorbild dienen und ihnen zeigen, dass man nicht vom Weg abkommen darf». Der Erlös seines Abschiedsspiels soll Kindern in einem Krankenhaus zugutekommen.


Weitere Fussball-Nachrichten aus dem Archiv
22.01. 10:36 - «Marca»: Van Nistelrooy erwägt Wechsel zum HSV
21.01. 20:42 - Maradona begeistert von WM-Stadion in Johannesburg
21.01. 19:24 - Kamerun erreicht Viertelfinale beim Afrika Cup
21.01. 18:55 - BKA-Chef: «Bei WM muss niemand Angst haben»
21.01. 17:49 - ManU-Verteidiger O'Shea fällt aus
21.01. 16:53 - Das Maracanã-Stadion: Rios Fußball-Tempel
21.01. 16:34 - Juve-Ärzte wegen Cannavaro-Behandlung gesperrt
21.01. 15:16 - Manager Sá Pinto prügelt sich mit Nationalspieler
21.01. 12:04 - WM-Arenen in Kapstadt und Polokwane sind fertig
21.01. 11:41 - Arsenal an der Spitze: «Geben einfach nie auf»
 
Alle älteren Artikel gibt's im News Archiv.
Fanartikel Deutschland Trikot DFB Pokal Karten Sky bestellen
Fan von Fussball24 auf Facebook werden
Fußball Newsletter - Informationen und Anmeldung
Das große Fußball 24 Forum
fussball-im-verein.de - Spieler, Funktionäre und Fans immer am Ball
Indoor-Soccer Plätze finden
...weitere Themen

Internetagentur bigidea.de | Eishockey | primera-division.com