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BKA-Chef: «Bei WM muss niemand Angst haben»

21.01.2010, 18:55 Uhr

Jörg Ziercke war von den polizeilichen Vorbereitungen in Südafrika zur WM beeindruckt.
Jörg Ziercke war von den polizeilichen Vorbereitungen in Südafrika zur WM beeindruckt.

Kapstadt dpa) - Der Chef des Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke, hat nach einem Besuch in Südafrika die Sicherheitsmaßnahmen der Behörden gelobt. «Bei der Weltmeisterschaft muss niemand Angst haben», betonte Ziercke in Kapstadt zum Abschluss seines Südafrikaaufenthalts.

Es werde zwar sehr wichtig sein, dass WM-Touristen bestimmte Sicherheitsregeln einhielten und beispielsweise sogenannte «No-Go-Areas» mieden. Er sei aber beeindruckt von den polizeilichen Vorbereitungen und dem hohen Maß an «Professionalität», mit der sich die Verantwortlichen in Südafrika auf die Weltmeisterschaft vorbereiteten. «Wenn man sich das Gesamtpaket anschaut, erwarte ich friedliche Spiele.» Hinweise auf eine besondere Gefährdung durch Terroristen während der WM gebe es nicht.

Das Bundeskriminalamt hat seit Jahresbeginn einen Verbindungsbeamten in der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria, der sich um die angestrebte Intensivierung der Zusammenarbeit und des Informationsaustausches zwischen den deutschen und südafrikanischen Sicherheitsbehörden kümmern soll. Acht Polizeiexperten aus den Bundesländern werden nach Zierkes Worten zur WM vor allem zur Betreuung der deutschen Fans nach Südafrika kommen. Zudem sollen im Juni und Juli nach Angaben des BKA-Präsidenten weitere BKA-Beamte in Südafrika eingesetzt werden, insbesondere natürlich zum Personenschutz. Unter anderem wird Bundespräsident Horst Köhler zur dem Spiel Deutschland gegen Ghana am 23. Juni in Johannesburg erwartet.

Das BKA betrachte Südafrika als «wichtigen strategischen Partner» im Kampf gegen die organisierte Kriminalität, betonte Ziercke. Südafrika diene inzwischen auch den international vernetzten Drogenbanden als Transitland. Ziercke hatte in Pretoria, Johannesburg und Kapstadt Gespräche unter anderem mit dem obersten Polizeichef Südafrikas, Bheki Cele, sowie mit den Verantwortlichen für die Sicherheit bei der WM gesprochen.


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