Trotz der Unstimmigkeit herrschte bei den Nordafrikanern Freude. «Wir sind sehr stolz auf diesen Rekord», sagte Mannschaftskapitän Ahmed Hassan nach Sieg gegen Mosambik. Seit dem 29. Januar 2004 (1:2 gegen Algerien) haben die Turniersieger von 2006 und 2008 nicht mehr beim Afrika-Cup verloren. Bei der 27. Auflage strebt der sechsmalige Champion, der in der Qualifikation für die WM in Südafrika gescheitert ist, als erste Mannschaft den Hattrick an. Zidan hatte sich gegen die «Mambas» nicht entscheidend in Szene setzen können und war nach 57 Minuten ausgewechselt worden. Ein Eigentor von Dario Khan (47.) und ein sehenswerter Volleyschuss aus 16 Metern durch Mohamed Gedo (81.) machten den «Dreier» perfekt. Damit erreichte Ägypten als zweites Team nach der Elfenbeinküste die K.o.-Runde und kann auch von WM-Teilnehmer Nigeria nicht mehr von der Tabellenspitze in der Gruppe C verdrängt werden. Die Nigerianer wahrten mit einem Zittersieg gegen Benin die Chance auf das Viertelfinale. Vier Tage nach der 1:3-Pleite gegen Ägypten kamen die «Super Eagles» zu einem 1:0 (1:0). Gegen Mosambik kann Nigeria am 20. Januar das Weiterkommen perfekt machen. «Wir haben ein hartes Match erwartet und das hat uns geholfen, unser Selbstvertrauen zu stärken», sagte Nigerias umstrittener Trainer Shuaibu Amodu. Das einzige Tor erzielte Yakubu Ayegbeni (42.) per Handelfmeter. Die Nigerianer hatten Glück bei zwei Lattentreffern von Stephane Sessegnon und Nouhoum Kobena. Bundesliga-Profi Chinedu Obasi von 1899 Hoffenheim hatte in der 76. Minute die Chance zum 2:0, sein Kopfball ging aber knapp über das Tor. Der Wolfsburger Obafemi Martins saß wie schon in der Partie gegen Ägypten nur auf der Bank. Immerhin war das Rätselraten um den 25 Jahre alten Angreifer, der Angola Mitte der Woche verlassen hatte, vor dem Abpfiff beendet. «Er war in London, um einen Gerichtstermin wahrzunehmen», sagte Nigerias Pressesprecher Peterside Idah der BBC. Er dementierte damit jüngste Gerüchte, dass Martins nach Hamburg geflogen sei, um eine Schienbeinverletzung behandeln zu lassen. Verwundert zeigten sich die Wolfsburger. Der deutsche Meister hat seit Tagen keinen Kontakt zu seinem Profi. «Wir werden Nigeria und den Spieler um Aufklärung bitten. Wir haben aber keine Handhabe, denn Martins ist während des Turniers komplett dem nigerianischen Fußballverband unterstellt», sagte VfL-Sprecher Gerd Voss.
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