Trotz des Anschlags schätzt WM-Berater Horst R. Schmidt die Sicherheitslage in Südafrika als «solide und von polizeilicher Seite absolut vertretbar» ein. Die Situation in Angola sei nicht mit jener im WM-Gastgeberland Südafrika zu vergleichen, sagte der Schatzmeister des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der in Südafrika als Berater für den Weltverband FIFA tätig ist, der «Frankfurter Rundschau». «Die Vorkehrungen für den Afrika-Cup sind nicht vergleichbar mit denen für eine Fußball-WM, die sich über viele Jahre erstrecken.» Allerdings müsse sich «jeder Veranstalter mit dem Terrorismus-Thema beschäftigen», sagte Schmidt. Er habe «volles Verständnis für alle, die den Afrika-Cup durchziehen wollen, sonst macht man sich noch viel mehr zum Spielball solcher Kräfte». Auch FIFA-Exekutivmitglied Franz Beckenbauer hat weiter großes Vertrauen in die Sicherheit im WM-Gastgeberland. «Ich bin sicher, dort wird bei der WM nichts derartiges passieren wie in Angola», sagte Beckenbauer der «Bild»-Zeitung. Der Schock über das Attentat auf die Nationalmannschaft Togos mit drei Toten und mehreren Verletzten sitze tief, sagte der Ehrenpräsident des Fußball-Bundesligisten FC Bayern München. «Es wäre jedoch ein Fehler, wenn wir Europäer nun Südafrika und Angola in einen Topf werfen.» Angola sei von «27 Jahren Bürgerkrieg und inneren Konflikten immer noch gezeichnet», sagte Beckenbauer. «Vielleicht kam der Afrika-Cup für Angola etwas zu früh. Südafrika dagegen ist die Wirtschaftsnation des Kontinents.» Der Afrika-Cup in Angola und die WM in Südafrika seien Turniere in «zwei völlig unterschiedlichen Staaten».
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