Dennoch soll das Turnier mit dem Spiel Angola gegen Mali planmäßig beginnen. CAF-Mediendirektor Suleimanu Habuba sagte, der Anschlag auf Togos Spieler sei ein Schock. «Unsere höchste Priorität gilt der Sicherheit der Spieler, doch das Turnier wird stattfinden», betonte Habuba. CAF-Präsident Hayatou will vom angolanischen Ministerpräsidenten Paulo Kassoma Garantien für die Sicherheit fordern. Verbandsvertreter mit Mitgliedern der angolanischen Regierung wollen über die Sicherheit für die Sportler und ihre Teams bei dem bis zum 31. Januar dauernden Turnier beraten. Während einige englische Vereine ihre Spieler zurückholen wollen, herrschte bei Bundesliga-Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen erstmal Erleichterung. Bei dem Angriff blieb Bayer-Spieler Assimou Touré nach ersten Informationen unversehrt. «Was wir wissen, ist, dass ihm persönlich nichts passiert ist. Doch dies können wir nur mit aller Vorsicht sagen», erklärte Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Verein denkt allerdings ebenfalls darüber nach Touré nach Deutschland zu holen, «weil wir uns Sorgen wegen der schwierigen Sicherheitslage machen», sagte Holzhäuser. Sportmanager Michael Zorc von Borussia Dortmund betonte allerdings, dass dies nicht so einfach für Vereine sei. «Die FIFA müsste erst die Abstellungspflicht aufheben, damit wir handeln können. Solange das nicht geschieht, können wir unsere Spieler nicht heimholen, weil sie dann gesperrt wären», so Zorc. BVB-Profi Mohamed Zidan ist mit der Auswahl Ägyptens beim Afrika Cup. «Wir werden mit ihm Kontakt aufnehmen. Wenn er um seine Sicherheit fürchten würde oder gravierende Sicherheitsbedenken bestehen sollten, würden wir auch eine Sperre in Kauf nehmen und ihn zurückholen, wenn er es will», sagte Zorc der «Berliner Morgenpost». Die CAF kritisierte die Entscheidung der togoischen Mannschaft, statt mit dem Flugzeug mit dem Bus nach Angola zu reisen. Das Team habe den Verband nicht informiert, dass es über Land und ohne Sicherheitsmaßnahmen in das als gefährlich bekannte Gebiet reisen würde. Zu dem Anschlag bekannte sich der bewaffnete Arm der separatistischen Bewegung FLEC (Front für die Befreiung der Enklave Cabinda), wie die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa berichtete. Die Gruppe habe weitere Angriffe während des Turniers angedroht. Angola liegt über 1000 Kilometer von Südafrika entfernt. Dort wird vom 11. Juni bis 11. Juli die WM ausgetragen. Vor allem FIFA- Präsident Joseph Blatter hat sich immer wieder trotz Sicherheitsbedenken wegen der hohen Kriminalitätsrate für die erste WM in Afrika stark gemacht. In ihrer kurzen Stellungnahme nahm die FIFA keinen Bezug zur WM.
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