Chelsea geht Puste aus - ManUnited 3:1 gegen Hull
London (dpa) - 27.12.2009, 19:44 Uhr
Michael Ballack kam für den FC Chelsea gegen Birmingham erst in den letzten sechs Minuten zum Einsatz.
London (dpa) - Dem FC Chelsea droht im Jahres-Endspurt die Puste auszugehen. Der Tabellenführer der Fußball-Premier-League musste sich am 2. Weihnachtstag mit einem 0:0 beim starken Aufsteiger Birmingham City zufriedengeben und feierte damit in zuletzt fünf Liga-Spielen nur einen Sieg. «Wir sind enttäuscht über das Ergebnis, nicht aber über die Leistung der Mannschaft. Denn sie hat gut gespielt», meinte Trainer Carlo Ancelotti wohlwollend, obwohl sein Team Chancen in Hülle und Fülle ausgelassen hatte. Mit der Nullnummer blieben die «Blues» erstmals seit dem 28. April und dem Hinspiel im Champions-League-Halbfinale gegen den FC Barcelona ohne eigenen Treffer. Manchester United konnte die Gunst der Stunde nutzen: Der Titelverteidiger erkämpfte ein 3:1 (1:0) beim Abstiegskandidaten Hull City. Die Führung für die Gäste durch den stark aufspielenden Wayne Rooney (45.+2 Minute) glich Craig Fagan per Foulelfmeter (60.) noch aus, doch Andy Dawson mit einem Eigentor (73.) und der frühere Bundesliga-Profi Dimitar Berbatov (82.) stellten den Sieg für den Favoriten sicher. Der FC Chelsea führt das Klassement nach 19 Spieltagen mit 42 Punkten vor Manchester United (40) und dem FC Arsenal (38) an. Die Londoner gewannen dank des überragenden Cesc Fabregas (2 Treffer) und Abou Diaby (1) das Verfolger-Duell klar mit 3:0 gegen Aston Villa (35).
Auch Michael Ballack konnte in Birmingham das Blatt für Chelsea nicht mehr wenden. Der deutsche Nationalmannschaftskapitän war erst sechs Minuten vor dem Ende für John Obi Mikel auf den Rasen gekommen. Neben den Punkten verlor Chelsea auch noch Florent Malouda (89. Minute), der wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot sah. Und in Kürze muss Ancelotti wegen des Afrika-Cups auf weitere Leistungsträger verzichten: Der 13-fache Saisontorschütze Didier Drogba und Salomon Kalou werden für die Elfenbeinküste auflaufen, Michael Essien ist für das Team Ghanas nominiert, John Obi Mikel spielt für Nigeria. Um im Januar die Lücken zu schließen, will Chelsea erneut auf dem Transfermarkt zuschlagen. Neben Luca Toni, der allerdings angeblich vor einem Wechsel zu AS Rom steht, wollen die Londoner beim FC Bayern München auch Franck Ribéry loseisen. Nach Informationen der englischen Zeitung «People» sei Ribéry die Nummer 1 auf Ancelottis Wunschzettel. Das nötige Geld für den spektakulären Transfer, im Gespräch ist eine Ablöse von umgerechnet rund 50 Millionen Euro, habe Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch dem Trainer bereits zugesichert. |