Chelsea geht die Puste aus: Nur 0:0 in Birmingham
London (dpa) - 27.12.2009, 15:54 Uhr
Michael Ballack kam für den FC Chelsea gegen Birmingham erst in den letzten sechs Minuten zum Einsatz.
Dem FC Chelsea droht im Jahresendspurt die Puste auszugehen. Der Tabellenführer der Premier-League musste sich am 2. Weihnachtstag mit einem 0:0 beim starken Aufsteiger Birmingham City zufriedengeben und feierte damit in den vergangenen fünf Liga-Spielen nur einen Sieg. «Wir sind enttäuscht über das Ergebnis, nicht aber über die Leistung der Mannschaft. Denn sie hat gut gespielt», urteilte Trainer Carlo Ancelotti wohlwollend, obwohl sein Team gegen den Tabellen-Siebten Chancen in Hülle und Fülle ausgelassen hatte. Mit der Nullnummer blieben die «Blues» erstmals seit dem 28. April und dem Hinspiel im Champions-League-Halbfinale gegen den FC Barcelona ohne eigenen Treffer. Auch Michael Ballack konnte das Blatt für die Londoner nicht mehr wenden. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft war erst sechs Minuten vor dem Ende vor John Obi Mikel auf den Rasen gekommen. Neben den Punkten verlor Chelsea auch noch Florent Malouda, der in der 89. Minute wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot sah. Und in Kürze muss Ancelotti wegen des Afrika-Cups auf weitere Leistungsträger verzichten: Der 13-fache Saisontorschütze Didier Drogba und Salomon Kalou werden für die Elfenbeinküste auflaufen, Michael Essien ist für das Team Ghanas nominiert, John Obi Mikel spielt für Nigeria.
Um im Januar die Lücke zu schließen, die durch Drogbas Engagement für sein Heimatland entsteht, soll sich der Club nun sogar um die Dienste von Luca Toni bemühen. Wie die englische Boulevard-Zeitung «The Sun» berichtete, will der FC Chelsea den bei Bayern München ausgemusterten Weltmeister verpflichten. Nach Informationen der englischen Zeitung «People» hat der FC Chelsea Interesse an einem weiteren Bayern-Akteur. Der Londoner Club soll bereit sein für Franck Ribéry dem deutschen Rekordmeister eine Ablöse von umgerechnet 50 Millionen Euro zu zahlen. Ribérys Vertrag in München läuft noch bis Saisonende 2011, doch Bayern-Präsident Uli Hoeneß schließt einen vorzeitigen Wechsel des 26-Jährigen grundsätzlich nicht aus. |