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Bordeaux eilt in der Ligue 1 allen davon

Paris (dpa) - 24.12.2009, 19:13 Uhr

Marouane Chamakh von Girondins Bordeaux jubelt über sein Tor gegen Toulouse.
Marouane Chamakh von Girondins Bordeaux jubelt über sein Tor gegen Toulouse.

Meister Girondins Bordeaux läuft der Konkurrenz im französischen Fußball davon. Die «Marineblauen» gewannen zum Abschluss der Hinrunde beim FC Toulouse mit 2:1 und vergrößerten ihren Vorsprung an der Spitze auf neun Punkte.

Nach dem achten Pflichtspiel-Sieg in Folge führt der von Medien als «Serial-Winner» getaufte Champions-League-Achtelfinalist die Ligue 1 mit 43 Punkten aus 19 Spielen an. «Riesenschritt in Richtung Titelverteidigung», stellte die Sportzeitung «L'Équipe» fest. Zweiter ist nun mit 34 Zählern der OSC Lille. Die Nordfranzosen fegten AS Nancy auswärts mit 4:0 vom Platz. Sie gewannen zuletzt sechs Ligue-Spiele hintereinander und schossen dabei 23 Tore, fast vier pro Spiel.

Im Stadium Municipal von Toulouse brachte der Portugiese Paulo Machado die Hausherren vor 28 000 Zuschauern in der vierten Minute in Führung. Doch Bordeaux drehte den Spieß trotz mäßiger Leistung dank Tore von Marouane Chamakh (4.) und Wendel (75.) um. Coach Laurent Blanc blieb nach dem Abpfiff bei allem Jubel kritisch. «Das ist schon toll, aber wir müssen uns heute bei unserem Torwart bedanken», sagte der 44-Jährige. Tatsächlich machte Nationaltorwart Cédric Carrasso zwei klare Torchancen von Toulouse zunichte.

Die «Torfabrik» aus Lille war in Nancy durch Eden Hazard (42.), Gervinho (53. und 71.) sowie Pierre Frau (60./Foulelfmeter) erneut sehr erfolgreich. «Was meine Jungs zur Zeit spielen ist enorm, aber wir müssen auf dem Boden bleiben. Champions-League oder gar Titel sind noch kein Thema, Ziel ist nur das obere Tabellendrittel», beteuert OSC-Coach Rudi Garcia. Schwere Heimschlappen erlitten derweil die Titelaspiranten Olympique Marseille und Olympique Lyon. Marseille unterlag AJ Auxerre mit 0:2 (Dennis Oliech, 41. und 79.) und fiel mit 32 Punkten auf Platz vier vor dem punktgleichen Auxerre zurück. Das teuerste Team der Ligue hat allerdings ein Spiel weniger.

Lyon (30) verlor gegen den Aufsteiger HSC Montpellier (33) mit 1:2 und belegt nur Platz sechs. Victor Montaño (53.) und Joris Steve Marveaux (86.) trafen für den Sieger, Bafetimbi Gomis (83.) schoss den zwischenzeitlichen Ausgleich des Heimteams. Beim Serienmeister der Jahre 2002 bis 2008 herrscht Alarmstimmung. «Mit diesem Team werden wir sicher nicht Real Madrid (in der Champions) ausschalten oder Bordeaux erreichen», klagte Clubpräsident Jean-Michel Aulas. Eine Entlassung von Trainer Claude Puel werde aber ebenso wenig zur Lösung beitragen wie die Beleidigungen der Fans, so Aulas.


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