Logo für Fußball-EM 2012 enthüllt
Kiew (dpa) - 14.12.2009, 15:52 Uhr
Das offizielle Logo der EURO 2012.
Drei Tage nach dem endgültigen Zuschlag für die Fußball-Europameisterschaft 2012 haben die Veranstalter in der Ukraine das EM-Logo präsentiert. Zwei Blumenkelche in den Nationalfarben der gemeinsamen Ausrichter Polen und Ukraine sowie ein blühender Ball werden das Markenzeichen des Turniers sein. Der Präsident der Europäischen Fußball-Union UEFA, Michel Platini, enthüllte das Emblem sowie den EM-Slogan «Creating history together» («Gemeinsam Geschichte schreiben») in der ukrainischen Hauptstadt. «Hoffen wir auf faire Spiele», sagte die ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko. Fußball-Verbandschef Grigori Surkis nannte die EM nach einem Treffen mit seinem polnischen Kollegen Grzegorz Lato eine große Chance für die ganze Region. «Wir danken der UEFA für das Vertrauen», sagte Surkis.
Platini verteidigte erneut die Entscheidung der UEFA, die EM 2012 nach Osteuropa zu vergeben. «Fußball ist der Schlüssel für die Integration und die Entwicklung der Ukraine und Polens», sagte er. Surkis zeigte sich nach der monatelangen Unsicherheit erleichtert. «Ich fühle mich wie ein Trainer, dessen Mannschaft in der letzten Sekunde das 1:0 geschossen hat», sagte er. Doch auch in den verbleibenden rund 900 Tagen bis zum Eröffnungsspiel in Warschau will die UEFA ganz genau hinschauen. Expertenteams sollen monatlich in der Ukraine den Fortschritt überprüfen. Bis zuletzt musste das Land zittern, ob die UEFA tatsächlich alle vier vorgeschlagenen Spielorte genehmigt. Unsicher ist aber nach wie vor die Finanzierung des Turniers sowie die rechtzeitige Fertigstellung der Stadien samt Infrastruktur. Platini hatte sogar laut darüber spekuliert, nur zwei ukrainische Spielorte festzulegen. Am 11. Dezember hatte das UEFA-Exekutivkomitee dann aber doch Charkow, Lwiw (Lemberg) und Donezk als Austragungsorte bestätigt. Da sich der Bau von Stadien und Infrastruktur auch wegen der instabilen innenpolitischen Lage monatelang verzögerte, hatten Medien zwischenzeitlich sogar Deutschland als Ersatz-Ausrichter ins Gespräch gebracht. Als Spielorte im zweiten Gastgeber-Land Polen stehen bereits seit langem Warschau, Breslau, Danzig und Posen fest.
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