Der frühere Bundesliga-Profi Sergej Barbarez will bosnischer Fußball-Nationaltrainer werden. Nach dem Rücktritt von Nationalcoach Miroslav Blazevic lohne es sich jetzt, «die Mannschaft zu übernehmen und das Risiko einzugehen», sagte Barbarez der Deutschen Presse-Agentur dpa.
Er habe aber noch kein Gespräch mit den Verbandsverantwortlichen geführt. «Die Voraussetzungen sind alle da. Ob es was wird, weiß ich nicht», sagte der 38-Jährige, der damit einen Bericht der «Hamburger Morgenpost» bestätigte.
Barbarez hat die B- und A-Lizenz und absolviert derzeit die Ausbildung zum Fußball-Lehrer. Sollte er Nationalcoach seines Heimatlandes werden, möchte er in der Hansestadt wohnen bleiben. Auch seine Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied des Bundesligisten Hamburger SV würde er fortsetzen wollen. «Grundsätzlich wäre das kein Problem», erklärte Aufsichtsratschef Horst Becker.
Blazevic, der mit der bosnischen Auswahl um die Wolfsburger Edin Dzeko und Zvjezdan Misimovic erst in den Playoffs der WM- Qualifikation an Portugal gescheitert war, war am Wochenende zurückgetreten. Er soll laut Medienberichten künftig den chinesischen Club FC Shanghai Shenhua betreuen.