Klassiker gegen Real: «Ibra»-Tor zum Barça-Sieg
Madrid (dpa) - 30.11.2009, 13:01 Uhr
Barcelonas Zlatan Ibrahimovic (r) lässt sich nach seinem goldenen Tor feiern.
«Ibra» kam, traf und siegte. Mit einem fulminanten Volleyschuss verhalf Zlatan Ibrahimovic dem FC Barcelona im spanischen «Fußball-Klassiker der Superlative» zu einem 1:0-Sieg über Real Madrid. Nicht die großen Stars Cristiano Ronaldo von Real oder Lionel Messi von Barça spielten in dem Schlagerspiel die Hauptrolle, sondern der in der zweiten Hälfte eingewechselte Schwede. «Ibra» stand erst fünf Minuten auf dem Platz, da hämmerte er nach einer Flanke von Dani Alves den Ball direkt ins Tor der Madrilenen. «Mein erster Clásico, und gleich gelingt mir ein Tor», sagte der Stürmer, der bis vor einem halben Jahr für Inter Mailand auf Torejagd gegangen war. Mit dem 1:0-Erfolg verdrängte Barça den Erzrivalen wieder von der Tabellenspitze der Primera División.
Der spanische Meister und Champions-League-Sieger Barça lieferte sich mit der - für 250 Millionen Euro verstärkten - Real-Elf einen Kampf auf Biegen und Brechen. Nach dem Abpfiff bot sich im Camp-Nou-Stadion ein verblüffendes Bild: Auf beiden Seiten herrschte Zufriedenheit. Die Katalanen freuten sich über die Punkte, zumal sie nach der gelb-roten Karte für Sergio Busquets eine halbe Stunde in Unterzahl spielen mussten. «Wir sind nicht eingeknickt und haben Charakter bewiesen», lobte Trainer Josep Guardiola seine Elf. Die Madrilenen waren ihrerseits stolz darauf, dass ihr teuer zusammengekauftes Team um Ronaldo und Kaká zum ersten Mal wirklich guten Fußball spielte. Bisher hieß es nach fast jeder Partie, die «Königlichen» hätten miserabel gespielt und trotzdem gewonnen. Diesmal war es genau umgekehrt. Die Weißen spielten zahlreiche Torchancen heraus; die beste davon vergab Ronaldo, der freistehend am Barça-Keeper Víctor Valdés scheiterte. «Wir waren in fast allen Belangen überlegen und hätten wenigstens ein Remis verdient gehabt», meinte Trainer Manuel Pellegrini. Das Madrider Sportblatt «Marca» titelte: «Die Niederlage schmeckte nach Sieg.» |