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Romário erfüllt mit Kurzcomeback Wunsch des Vaters

Rio de Janeiro (dpa) - 26.11.2009, 13:27 Uhr

Romario wird bei seinem Kurzcomeback frenetisch gefeiert.
Romario wird bei seinem Kurzcomeback frenetisch gefeiert.

In der 23. Minute der zweiten Halbzeit hat die brasilianische Stürmer-Legende Romário den langgehegten Wunsch seines verstorbenen Vaters erfüllt.

Mehr als eineinhalb Jahre nach dem Ende seiner Karriere gab der 43-Jährige für den Regionalverein América FC Rio de Janeiro, dem absoluten Lieblingsclub seines Vaters Edevair, ein Kurz-Comeback. Die Fans feierten den Einsatz ihres Idols bis zum Ende der Partie frenetisch. Der schon früh klar gemachte 2:0-Sieg über den Club Artsul wurde dabei fast zur Nebensache.

Der von seinen Anhängern nur der «Kleine» genannte Romário, der América als Berater zur Seite steht, zeigte sich tief bewegt. «Das ist ein Moment, der sich von allen anderen, die ich bislang erlebte, völlig unterscheidet. Es ist eine große Ehre für mich, hier zu sein und den Traum eines Menschen zu erfüllen, der zu den wichtigsten in meinem Leben gehörte: mein Vater», sagte Romário bevor er mit der «Nummer 11» aufs Feld zog.

Romários Vater starb im vorigen Jahr im Alter von 76 Jahren. Romário, Weltfußballer von 1994, erinnerte sich, dass er einmal in einer Partie zwischen seinem Verein Vasco da Gama gegen América zum Leidwesen seines Vaters «zwei oder drei Tore» geschossen habe. «Danach habe ich ihm versprochen, dass ich eines Tages das Trikot von América anziehen werde, um das zu kompensieren.»

Die brasilianischen Medien schrieben von einer «historischen Nacht» für América. Dies war in erster Linie auf die prominente Verstärkung gemünzt, aber auch auf den Erfolg des Clubs, der sich mit dem Sieg die Meisterschaft der B-Liga von Rio sicherte. Dazu trug Romário zwar nicht als Torschütze bei. Allerdings hat er in dieser Hinsicht auch wenig nachzuholen, denn seine Karriere- Bilanz fällt mit 1000 Toren alles andere als mager aus.

Romário stand in seiner aktiven Zeit bei internationalen Spitzenvereinen wie PSV Eindhoven, FC Barcelona, FC Valencia, Flamengo und Fluminense unter Vertrag. Im März 2008 beendete er seine Karriere. Bereits seit September 2007 lief er zu keinen offiziellen Spiel mehr auf. In den vergangenen Monaten bekam der «Kleine» in seiner Heimat vor allem Negativ-Schlagzeilen. Er hat nach Medienangaben Schulden in Millionenhöhe.


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