14 Siege in 17 Spielen, der Confederations-Cup-Titel und Gruppenplatz eins in der Südamerika-WM-Qualifikation - Brasiliens Nationaltrainer Dunga ist mit der Leistung seiner Seleção im Jahr 2009 zufrieden.
«Es war eine gutes Jahr. Der größte Gewinn aber ist, dass wir die Fans wieder auf der Seite der brasilianischen Nationalauswahl haben», sagte er vor Journalisten in São Paulo. Mit Blick auf die Fußball-WM 2010 in Südafrika wertete Dunga vor allem Spanien und England als Kandidaten auf den Titel. Die Teams beider Länder seien sehr ausgeglichen. Für die Seleção stellte Dunga bis zum Sommer 2010 keine großen Veränderungen in Aussicht. Den Wunsch des bei Corinthians spielenden dreimaligen Weltfußballers Ronaldo nach einer Rückkehr ins Nationalteam kommentierte er zurückhaltend. Auch andere Spieler träumten davon, beim Kampf Brasiliens um den sechsten Weltmeister-Titel in Südafrika dabei zu sein.
Anders als bei der Vorbereitung auf die WM 2006 in Deutschland will Dunga seiner Mannschaft 2010 ruhigere Trainingsbedingungen verschaffen. Damals hatte sich die Seleção im schweizerischen Weggis aufgehalten, wo sie - beobachtet von tausenden Fans - nach eigenen Angaben keine optimale Vorbereitung hatte. Diesmal werde es keine «Feste» geben, versicherte Dunga. «Die, die auf den Rasen gehen, sind die Spieler, und wir müssen ihnen die Ruhe zum Arbeiten geben.»
Den ersten Teil des Vorbereitungsprogramms will die Seleção deshalb im eigenen Land absolvieren. Dazu soll das moderne Trainingszentrum des Clubs Atlético in Curitiba im Süden Brasiliens genutzt werden. Vor dem WM-Auftakt bestreitet Brasilien nur noch ein Testspiel im März; der Gegner steht noch nicht fest.