Bern (dpa) - 24.11.2009, 13:34 Uhr
Die Schweizer Bundesanwaltschaft ermittelt im Zusammenhang mit manipulierten Sportwetten. Das bestätigte Sprecherin Jeannette Balmer der dpa. Aus «ermittlungstaktischen Gründen» wolle sich die Behörde aber weiterhin nicht offiziell zu ihren Erkenntnissen äußern, sagte die Sprecherin.
Die Bundesanwaltschaft hatte zuvor bereits mitgeteilt, dass sie einem Rechtshilfeersuchen der Staatsanwaltschaft Bochum nachkommt. Die Justizbehörde bestätigte, dass zwei Verdächtige in der Schweiz festgenommen wurden.
Unterdessen berichtete die «Basler Zeitung», dass der Schweizer Fußballverband (SFV) und die Swiss Football League (SFL) über die verdächtigen Spiele informiert wurden, die ins Visier der staatlichen Ermittler geraten sind. Dazu sollen Partien der Zweitligisten FC Thun und FC Gossau gehören.
In Medienberichten hieß es, der bulgarische Club Lokomotive Mezdra habe zwei Testpartien in der Schweiz gegen Young Boys (YB) Bern und Aarau absichtlich 0:5 verloren. Die Spiele fanden am 13. und 17. November statt. Berns Verteidiger Scott Sutter sagte dem «Tages Anzeiger», dass der Gegner in der zweiten Halbzeit völlig auseinandergefallen sei, was aber in Testpartien nichts Ungewöhnliches sei. Aarau-Trainer Martin Andermatt war in diesem Spiel «nichts Besonderes aufgefallen».