Der Fußball-Wettskandal hat nach Medienberichten auch Griechenland erreicht. Die Europäische Fußball-Union UEFA habe dem griechischen Verband (EPO) Details über 14 Spiele vorgelegt, die unter Manipulationsverdacht stehen, hieß es in der der griechischen Presse.
Verbandspräsident Sofoklis Pilavios sagte, er werde das Justizministerium in Athen informieren und die Einzelheiten der Staatsanwaltschaft vorlegen. Um welche Spiele es sich handelt, blieb zunächst unklar. Griechenland gehört nicht zu den neun Ländern, die nach Erkenntnissen der Bochumer Staatsanwaltschaft von Wettmanipulationen betroffen sein sollen.
In Kroatien ist unterdessen ein slowenischer Geschäftsmann in Verbindung mit dem Fußball-Wettskandal festgenommen worden. Der 38-Jährige sei mit einem in Deutschland ausgestellten Haftbefehl gesucht worden. Die Polizei habe ihn an einem Grenzübergang zwischen Slowenien und Kroatien gefasst, berichteten kroatische und slowenische Medien unter Berufung auf die Polizei und den Untersuchungsrichter.
Die deutschen Justizbehörden haben nun eine Frist von 40 Tagen, um den Antrag auf Auslieferung einzureichen. Der Verdächtige soll neben der slowenischen auch die slowakische Staatsbürgerschaft haben. Er habe eine Beraterfirma in der zweitgrößten slowenischen Stadt Maribor. Nach Angaben der Bochumer Staatsanwaltschaft stehen sieben Spiele der ersten slowenischen Liga unter Manipulationsverdacht.