Rehhagels Griechen zur WM - Auch Frankreich dabei
Hamburg (dpa) - 18.11.2009, 23:42 Uhr
Otto Rehhagel (l) und Sotirios Kyrgiakos feiern die geglückte WM-Qualifikation.
Otto Rehhagel hat die griechische Fußball-Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft nach Südafrika geführt und damit ein perfektes Jubiläum gefeiert. Die von dem 71 Jahre alten Deutschen zum 100. Mal in einem Länderspiel betreuten Hellenen im Playoff-Rückspiel gegen die Ukraine zum 1:0 (1:0)-Erfolg. Auch Frankreich, Portugal, Slowenien und Algerien lösten ihre WM-Tickets. Die Portugiesen behielten wie im Hinspiel mit 1:0 gegen Bosnien die Oberhand. Die Slowenen erreichten nach dem Hinspiel-1:2 dank der Auswärtstore-Regelung durch das 1:0 (1:0) gegen Russland die Endrunde, während Frankreich das 1:1 nach Verlängerung gegen Irland reichte. Algerien setzte sich 1:0 (1:0) gegen Ägypten durchsetzte. «Ich bin stolz auf meine Jungs. Ich habe ihnen gesagt: "Kein Berg ist zu hoch - und sie haben mit Leidenschaft und Engagement gespielt"», stellte «Altmeister» Rehhagel total zufrieden fest. Nach dem 0:0 im ersten Duell in Athen machten die Griechen in Donezk durch Dimitrios Salpingidis' Tor (32.) ihre zweite WM-Teilnahme nach 1994 perfekt. Rehhagel, der mit seinem Team 2004 sensationell den EM-Titel gewonnen hatte, ist 2010 erstmals bei einer WM als Coach dabei.
«Dies ist ein großartiger Moment», sagte Angelos Charisteas vom 1. FC Nürnberg. «Wir haben es durch ein wunderschönes Tor nach Südafrika geschafft.» Siegtorschütze Salpingidis konnte sich einen Seitenhieb auf die Kritiker nicht verkneifen, die vor allem Rehhagel attackiert hatten: «Wir feiern diesen Erfolg. Es wurde viel Kritik geäußert, und dies ist unsere Antwort. Wir haben immer an uns geglaubt.» In Abwesenheit des weiter verletzten Superstars Cristiano Ronaldo avancierte Raul Meireles für Portugal zum gefeierten Mann. In Zenica war nach seinem Führungstor (56.) die Gegenwehr der mit Bundesliga- Assen gespickten Bosnier, von denen der Hoffenheimer Sejad Salihovic (56.) Gelb-Rot sah, so gut wie gebrochen. Während Portugal damit zum fünften Mal ein WM-Turnier erreicht hat, ist Slowenien nach der Premiere 2002 zum zweiten Mal dabei: Den Siegtreffer erzielte Stürmer Zlatko Dedic vom VfL Bochum (44.). Bei den Russen mussten in diesem nervenaufreibenden Duell Kerschakow und Schirkow vorzeitig vom Feld. |