Spaniens Fußball-Nationalelf hat seit 42 Jahren kein Spiel mehr im spanischen Baskenland bestritten, doch das soll sich nun ändern.
Das Regionalparlament in Vitoria verabschiedete einen Antrag an den nationalen Fußballverband (RFEF), die autonome nordspanische Region als Austragungsort künftiger Länderspiele zu berücksichtigen. Die Abgeordneten sprachen sich zudem dafür aus, dass auch die Spanien-Rundfahrt erstmals nach 30 Jahren wieder durch das Baskenland führen soll.
Bislang waren solche Initiativen im Parlament in Vitoria stets am Widerstand der 30 Jahre lang regierenden Nationalisten gescheitert, die für eine weitgehende Unabhängigkeit des Baskenlandes von Spanien eintreten. Hinzu kamen die Terrordrohungen der baskischen Untergrund-Organisation ETA. Nach der Niederlage der Nationalisten im März bei den Regionalwahlen sind die Sozialisten an der Macht, und diese unterstützen nun einen entsprechenden Antrag der Konservativen. Der Sport dürfe nicht zu politischen Zwecken missbraucht werden, sagte die sozialistische Abgeordnete Cristina Laborda.
Ihr bisher letztes Länderspiel im Baskenland bestritt Spaniens Fußball-Nationalelf am 31. Mai 1967 während der Franco-Diktatur (1939-1975). In der Qualifikation für den Europapokal 1968 gab es damals in Bilbao einen 2:0-Sieg über die Türkei. Die bislang letzte Etappe der «Vuelta» auf baskischem Territorium fand im Mai 1979 statt. Es gewann Bernard Hinault, der damals auch Gesamtsieger wurde.