Bagdad (dpa) - 16.11.2009, 13:35 Uhr
Nach den drastischen Sanktionen durch das Nationale Olympische Komitee drohen dem irakischen Fußballverband (IFA) erneut Konsequenzen des Weltverbandes FIFA.
Das Olympische Komitee hat die IFA wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten und der wiederholten Verzögerung von Wahlen aufgelöst, teilte das Komitee in Bagdad mit. Dieses Vorgehen widerspricht den Regularien der FIFA, die jede Einmischung von staatlichen Institutionen verbieten.
Jedes Eingreifen von Regierungsseite kann zur Suspendierung irakischer Mannschaften in internationalen Wettbewerben führen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die FIFA den Irak zeitweise wegen schwerwiegender staatlicher Einmischung ausgeschlossen.
Die Suspendierung der irakischen Nationalmannschaft wurde jedoch später wieder aufgehoben, so dass der Asienmeister des Jahres 2007 am Confederations Cup in Südafrika teilnehmen konnte. Es war der erste Auftritt des Iraks an einem transkontinentalen Turnier seit der WM 1986. Die Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika hat der Irak verpasst.