WM-Playoffs ohne Ronaldo: «Riesenfrustration»
Lissabon (dpa) - 11.11.2009, 12:18 Uhr
Portugals Cristiano Ronaldo nach dem WM-Qualifikationsspiel gegen Albanien in Braga.
Herber Dämpfer für Portugal: Der WM-Vierte von 2006 muss in den Qualifikations-Playoffs für die Welttitelkämpfe im nächsten Jahr in Südafrika gegen Bosnien auf Superstar Cristiano Ronaldo verzichten. Der Stürmer von Real Madrid habe die medizinischen Tests in Lissabon nicht bestanden und könne in den Begegnungen am 14. November in Lissabon und vier Tage später in Zenica nicht eingesetzt werden, teilte der Verband FPF mit. «Das ist eine Riesenfrustration», klagte Ronaldo unterdessen auf der Seite seines Managers Jorge Mendes. Niemand sei zur Zeit trauriger als er. Mit dem Urteil der protugiesischen Ärzte ging der seit Tagen anhaltende Streit zwischen Real und dem FPF um den mit 94 Millionen Euro teuersten Spieler der Fußball-Geschichte endgültig zu Ende. «Der Spieler ist körperlich nicht in der Lage ... an den Spielen teilzunehmen», hieß es in der Mitteilung des FPF. Ronaldo hatte sich den Tests kurz nach seiner Landung am Dienstag in Lissabon unterzogen, nachdem Real die Reise des 24-Jährigen nach langem Widerstand gebilligt hatte. Der Weltfußballer des Jahres 2008 flog noch zurück nach Madrid.
Portugals Trainer Carlos Queiroz hatte den Real-Profi trotz einer Knöchelverletzung in den Kader der «Selecção» berufen. Nach Angaben der Ärzte des spanischen Rekordmeisters wird Ronaldo mindestens vier weitere Wochen pausieren müssen. Der Stürmer hatte sich die Verletzung im rechten Sprunggelenk am 30. September im Champions- League-Spiel von Real gegen Olympique Marseille (3:0) zugezogen. Am 10. Oktober spielte er mit Portugal gegen Ungarn (3:0) in der WM- Qualifikation und musste verletzt ausgewechselt werden. Danach verschlimmerte sich die Blessur. Ronaldo kündigte unterdessen an, er wolle am Samstag auf der Tribüne des Estadio da Luz in Lissabon sitzen, um seine Kameraden anzufeuern. «Ich habe keine Zweifel daran, dass wir uns (für die WM) qualifizieren werden». Der Stürmer, der von vielen Medien und Fans in Portugal des mangelhaften Einsatzes im Nationaltrikot bezichtigt wird, beteuerte: «Als Profi und Bürger ist es immer mein größter Stolz, die portugiesische Nationalmannschaft zu vertreten».
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