Moskau (dpa) - 08.11.2009, 09:30 Uhr
Den ehemaligen Bundesligaprofis Malik Fathi und Szabolcs Huszti stehen in der höchsten russischen Fußball-Liga riskante Reisen in die Unruheregion Nordkaukasus bevor.
Anschi Machatschkala aus der Teilrepublik Dagestan steht nun als Aufsteiger fest. Daher müssen der Ex-Herthaner Fathi sowie der einstige Hannoveraner Huszti mit ihren Vereinen Spartak Moskau und Zenit St. Petersburg in der kommenden Saison gleich zweimal in dem Konfliktgebiet antreten.
In der Premier Liga spielt bereits Terek Grosny aus Tschetschenien. Allein am Wochenende starben im Nordkaukasus mindestens vier Menschen bei Gefechten zwischen kremltreuen Sicherheitskräften und Rebellen.
Machatschkala machte am letzten Spieltag mit einem 3:0 über Metallurg Lipezk den Aufstieg perfekt. Nach dem Heimsieg feierten die Spieler den Erfolg mit traditionellen Tänzen. Anschi spielte schon von 2000 bis 2002 in der ersten Liga und qualifizierte sich damals sogar für den UEFA-Cup.
Aus Sicherheitsgründen wurde die Erstrundenpartie gegen Glasgow Rangers (0:1) aber in nur einem Spiel im neutralen Warschau ausgetragen. Die Europäische Fußball-Union UEFA hatte vor kurzem in einem Brief an den russischen Fußballverband RFS den Verdacht des Wettbetrugs bei Anschi geäußert. Der Club weist dies zurück.