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«Auferstanden von den Toten»: Milan holt auf

Mailand (dpa) - 26.10.2009, 10:50 Uhr

Mailands Luca Antonini (r) erwischt den Ball vor Sergio Pellissier.
Mailands Luca Antonini (r) erwischt den Ball vor Sergio Pellissier.

Vier Tage nach dem 3:2-Triumph in der Champions League bei Real Madrid befindet sich der AC Mailand auch in der Liga wieder im Aufwind. «Milan ist von den Toten auferstanden», kommentierte «La Gazzetta dello Sport» den 2:1-Sieg der Mailänder bei Chievo Verona.

Dank eines Doppelschlags von Alessandro Nesta und einer Glanzparade von Torwart Dida erkämpfte sich Milan am 9. Spieltag der Serie A in letzter Minute den wichtigen Auswärtssieg. Dadurch kletterte der Club von Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi auf Rang sechs. Nach dem schwachen Saisonstart trennen Milan (15 Punkte) noch sieben Punkte von Spitzenreiter Inter Mailand (22) und fünf Zähler von Verfolger Sampdoria Genua (20).

«Gegen Chievo haben wir gezeigt, was wir wert sind», meinte Milan- Trainer Leonardo erfreut. Nach drei Siegen nacheinander sitzt der vor zwei Wochen noch heftig kritisierte Brasilianer wieder fester im Sattel. Zu verdanken hat er dies vor allem «Super-Nesta», schrieb die Zeitung «Tuttosport» am Montag.

Nachdem Mittelfeldspieler Giampiero Pinzi die Gastgeber bereits in der 7. Minute in Führung gebracht hatte, drehte der Weltmeister von 2006 das Spiel mit seinen beiden Toren (81./90.+2) praktisch im Alleingang noch um. Doch statt sich selbst feiern zu lassen, gab Nesta die Komplimente an Keeper Dida weiter. «Er hat uns den Sieg gerettet», lobte Nesta den Milan-Schlussmann für eine Glanzparade in der zweiten Halbzeit.

Wie der AC Mailand zeigt auch Bayern Münchens Champions League- Gegner Juventus Turin wieder aufsteigende Form. Der Rekordmeister setzte sich am Wochenende mit 1:0 in Siena durch und hielt damit als Tabellendritter (18) Anschluss an Spitzenreiter Inter. Dass seine Mannschaft dabei wieder nicht überzeugen konnte, nahm Trainer Ciro Ferrara angesichts der drei Punkte gelassen. «Es wird besser», meinte der Juve-Coach zuversichtlich. Auch Torwart Gianluigi Buffon gab sich optimistisch, räumte jedoch ein, dass Juve «viel besser» spielen könne. «Noch ist der Funke nicht übergesprungen», sagte der italienische Nationaltorwart selbstkritisch.


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