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Neues Video mit weiteren Obszönitäten Maradonas

Buenos Aires (dpa) - 17.10.2009, 18:55 Uhr

Maradona feiert ausgelassen den Sieg in Uruguay.
Maradona feiert ausgelassen den Sieg in Uruguay.

Nach den verbalen Entgleisungen von Argentiniens Fußball-Nationalcoach Diego Armando Maradona ist ein neues Video mit obszönen Gesten des Weltmeisters von 1986 aufgetaucht.

Die Aufnahmen unmittelbar nach dem 1:0-Sieg über Uruguay in Montevideo machen Disziplinarmaßnahmen des Weltverbandes FIFA noch wahrscheinlicher. FIFA-Chef Joseph Blatter hatte schon am Vortag angekündigt, dass er den Disziplinarausschuss bitten werde, ein Verfahren gegen Maradona zu eröffnen.

Die argentinische Zeitung «Clarín» berichtete, Maradona drohten eine Sperre als Trainer für fünf Spiele sowie eine Geldstrafe von mindestens 20 000 Schweizer Franken (13 000 Euro). Allerdings wäre die Sperre für Maradona nicht von größerer Bedeutung, weil sie nur Freundschaftsspiele betreffen würde.

Maradona hatte nach dem Sieg in Uruguay und der damit verbundenen WM-Qualifikation Journalisten und Kritiker bei einer live im Fernsehen gezeigten Pressekonferenz in einem ordinären Wutausbruch beschimpft. «Denjenigen, die nicht an mich geglaubt haben, sage ich - die Damen mögen das entschuldigen - ihr könnt mir einen blasen.» Zudem sorgte er mit weiteren vulgären Aktionen für Empörung.

In dem neuen Video ist nun zu sehen, wie Maradona direkt nach der Pressekonferenz schon im Mannschaftsbus sitzend sich vor dem Fahrzeug wartenden Fans und Journalisten zuwendet und sich dabei lachend mehrmals symbolisch den Daumen in den Mund steckt. Der Präsident des nationalen Fußballverbandes AFA, Julio Grondona, zugleich FIFA-Vizepräsident und derjenige, der Maradona vor einem Jahr das Amt als Nationalcoach überantwortet hat, bat in einem Radio-Interview um Verständnis: «Man muss verstehen, wie Maradona ist.» Das rechtfertige allerdings auch nicht nicht seinen Ausbruch.

Auch Brasiliens früherer Fußballstar Pelé nahm Maradona in Schutz. Die Worte Maradonas seien wohl «ganz normal für jemanden, der schon unter dem Fallbeil lag und dessen Hinrichtung im letzten Augenblick abgesagt wird», meinte Pelé. Und ergänzte: «Er war einfach überglücklich und glaubte, er dürfe sich so äußeren».


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