Trotz Krise blüht der europäische Transfermarkt
Madrid (dpa) - 01.09.2009, 15:32 Uhr
Reals Neuzugang Cristiano Ronaldo ist der teuerste Spieler der Welt.
Bis zum letzten Augenblick hatten die Anhänger von Real Madrid darauf gehofft, dass Vereinspräsident Florentino Pérez vielleicht doch noch Franck Ribéry vom FC Bayern München loseisen könnte. Sie wurden jedoch enttäuscht. Der Transfermarkt schloss, und der Franzose blieb beim deutschen Fußballrekordmeister. Aber auch ohne Ribéry gaben die «Königlichen» an den europäischen Spielerbörsen in beispielloser Manier den Ton an. Real investierte - trotz der Wirtschaftskrise - 252 Millionen Euro in neue Spieler, mehr als je zuvor in der Fußballgeschichte ein Verein in einer Saison ausgegeben hatte. Die Madrilenen übertrafen damit sogar die Gesamtheit der 18 Bundesligavereine, die auf eine Summe von 222 Millionen Euro kamen. Die Spanier wurden in der Summe von den Clubs der Premier League in England übertroffen, die insgesamt 504 Millionen Euro auf dem Transfermarkt ausgaben. An dritter Stelle hinter der englischen und der spanischen Liga rangiert die Serie A in Italien mit Investitionen von 450 Millionen Euro.
Von den fünf teuersten Transfers dieses Sommers in Europa gehen vier auf das Konto von Real: Cristiano Ronaldo, der teuerste Fußballer der Welt, kam für 94 Millionen Euro, Kaká für 65, Karim Benzema für 35 und Xabi Alonso für 30 Millionen. Der fünfte Spitzen- Transfer war der Wechsel des Schweden Zlatan Ibrahimovic für 65 Millionen Euro von Inter Mailand zum FC Barcelona. In Spanien waren Real und Barça die einzigen Vereine, die auf dem Transfermarkt in großem Stil zulangten. Die übrigen Clubs konnten sich kaum neue Spieler leisten, allenfalls auf Leihbasis. Insgesamt gaben die Vereine der Primera División 455 Millionen Euro für Verstärkungen aus. Davon entfielen 75 Prozent auf Real und Barça. |