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West Ham und Millwall drohen hohe Geldstrafen

London (dpa) - 27.08.2009, 14:48 Uhr

Nach den massiven Fan-Krawallen beim Pokalspiel zwischen dem Premier-League-Verein West Ham United und dem benachbarten Drittligisten FC Millwall müssen beide Vereine mit hohen Geldstrafen rechnen.

Eine Disqualifikation droht West Ham, das das Skandalspiel mit 3:1 gewann, nach Informationen der Zeitung «The Times» wohl aber nicht mehr. Allerdings müssen die «Hammers» die nächste Runde im traditionsreichen FA-Cup womöglich ohne Zuschauer austragen, berichtete die «Times» in ihrer Online-Ausgabe. Der englische Fußballverband FA lehnte unter dem Hinweis, dass die Ermittlungen andauerten, eine Stellungnahme ab.

Beide Vereine hatten zuvor neben den Ausschreitungen an sich auch rassistische Ausfälle mancher Fans, darunter sogenannte «Affenrufe», scharf verurteilt. «Für Rassismus ist absolut kein Platz in unserer Gesellschaft», hieß es in einer Erklärung von Millwall. West Ham, wo der deutsche U20-Auswahlspieler Savio Nsereko unter Vertrag ist, kündigte an, die Gesänge genau zu verfolgen und gegebenenfalls hart zu bestrafen. «Ich habe es gehört, aber das ist Fußball», sagte «Hammers»- und England-Stürmer Carlton Cole, dem die Beleidigungen unter anderem galten. «Mir ist das egal. Ich weiß, dass ich kein Affe bin. Ich bin vielleicht so stark wie ein Gorilla, aber ich bin kein Affe.»

Vor, während und nach dem Ost-Londoner Derby war es rund um das Upton-Park-Stadion immer wieder zu Prügeleien und Ausschreitungen gekommen. Einem 44-Jährigen wurde mit einem Messer in die Brust gestochen. Die Polizei nahm 13 Personen fest. Während des Matches überrannten Fans beider Clubs drei Mal die Stadion-Ordner und nahmen das Spielfeld in Besitz, sodass die Partie gestoppt werden musste. Hunderte Sitze wurden aus ihren Verankerungen gerissen.

Als Gastgeber der Partie muss insbesondere West Ham gegenüber der FA nachweisen, dass die Sicherheitsvorkehrungen adäquat waren. Die Londoner Polizei stellte sich derweil hinter den Verein. «Wir haben eng mit West Ham United, der Transportpolizei und der Kommune zusammengearbeitet, um Vorfälle zu minimieren. Es scheint, als sei eine kleine Anzahl von Fans darauf aus gewesen, eine Konfrontation herbeizuführen», hieß es in der Erklärung.


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