Michael Ballack hat sich hinter die neue taktische Ausrichtung des FC Chelsea unter Trainer Carlo Ancelotti gestellt.
«Man achtet mehr auf die Kontrolle des Spiels, hat mehr Ballbesitz im Mittelfeld und einen Mann mehr», sagte der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalelf über Chelseas neuen Vierer-«Diamanten» im Mittelfeld samt zweier Sturmspitzen. Ancelotti, der zuvor den AC Mailand trainierte, hat dieses System im Sommer beim Londoner club eingeführt. Zum Auftakt der englischen Premier League taten sich der erst zur Halbzeit eingewechselte Ballack & Co. gegen Hull City jedoch schwer und siegten erst in der Nachspielzeit 2:1.
«Von uns wird dieses Jahr einiges erwartet - mit neuem Trainer und neuem System», sagte Ballack weiter. Chelsea war seit dem Abschied von Coach José Mourinho im September 2007 in der Regel in einem 4:3:3-System mit zwei Flügelspielern aufgelaufen. «Es fühlt sich anders an, ohne Flügel zu spielen», gab der DFB-Auswahlkapitän zu. «Am Ende geht es aber nicht ums System, sondern darum, wie jeder einzelne es auf dem Rasen umsetzt», betonte Ballack, der nach verspäteten Einsätzen in den ersten beiden Pflichtspielen unter Ancelotti für die Premier-League-Partie gegen den FC Sunderland auf einen Platz in der Startelf hoffen dürfte.