Real Madrid macht sich um die Sicherheit seines neuen Idols Cristiano Ronaldo Sorgen. Angesichts des Rummels um seine Person soll der 24-Jährige künftig auf Schritt und Tritt von bis zu drei Leibwächtern begleitet werden.
Sie sollen den 94 Millionen Euro teuren Portugiesen nicht nur vor aufdringlichen Fans, sondern auch vor den Paparazzi schützen. «Anders lässt sich das Ganze nicht mehr kontrollieren», wurden die Verantwortlichen des Sicherheitsdienstes des spanischen Vereins in der Presse zitiert.
Clubeigene Leibwächter für einen Spieler hat es in der Geschichte der «Königlichen» bisher noch nie gegeben - nicht einmal für Fußballikone David Beckham. Der hatte seine eigenen Bodyguards. «Ronaldo wird sie brauchen, denn das hier ist nicht Manchester», hieß es. Dies habe sich auch im Bernabéu-Stadion gezeigt, wo der frühere ManU-Star bei seiner offiziellen Vorstellung rund 80 000 Anhänger in Begeisterung versetzt hatte. Einige Fans versuchten anschließend sogar, ihn mit ihren Autos zu verfolgen und belagerten in der Nacht sein Hotel.
«Mir macht auch der Druck der Klatschpresse Sorgen», räumte Real Madrids Generaldirektor Jorge Valdano mit Blick auf die Paparazzi ein. Im Trainingslager des spanischen Rekordmeisters in Irland wird deshalb auch erstmals kein Publikum zugelassen sein. Ronaldo selbst scheint von dem Personenschutz nicht begeistert zu sein. «Ich brauche ihn nicht», hatte er noch am Montag gesagt. Er werde sich aber den Auflagen seines neuen Arbeitgebers beugen, versprach er. Sicherheitshalber verließ der 24-Jährige nach seiner Präsentation Madrid jedoch wieder und verzichtete auf das mehrtägige Besuchsprogramm, das der Verein eigentlich für ihn vorbereitet hatte.