Ancelotti bei Chelsea-Debüt mit Humor
London (dpa) - 06.07.2009, 14:11 Uhr
Carlo Ancelotti posiert bei seiner ersten Pressekonferenz als Chelsea-Coach.
London (dpa) - Michael Ballack darf sich beim FC Chelsea auf unterhaltsame Trainingseinheiten freuen: Der neue Trainer des Londoner Premier-League-Clubs, Carlo Ancelotti, bewies gleich bei seiner ersten offiziellen Pressekonferenz britischen Humor. Im Spaß spekulierte er über einen Wechsel des Chelsea-Kapitäns John Terry und entgeisterte damit die versammelte Presse. Nach einem deutlichen Bekenntnis Ancelottis zu Terry sorgte auch die Bekanntgabe eines Neuzugangs für gute Laune bei den «Blues». Der Coach bestätigte die Verpflichtung des russischen Nationalspielers Juri Schirkow vom ZSKA Moskau. Der 25 Jahre alte Linksverteidiger, an dem auch der FC Bayern München Interesse signalisiert hatte, kam zur ärztlichen Untersuchung nach London. Vertragliche Details wurden zunächst nicht bekannt. Weitere Transfers wollte Ancelotti, der im Sommer nach acht Jahren beim AC Mailand nach London gewechselt war, nicht ausschließen. Er sei aber mit dem derzeitigen Kader sehr zufrieden, Chelsea habe ein großartiges Team. «Wir werden den Markt im Auge behalten. Wir sind nicht in Eile», sagte der italienische Trainer mit Blick auf das noch bis zum 31. August geöffnete Transferfenster.
Ancelotti, der alle Fragen auf Englisch beantwortete, nutzte den Medienrummel um das Angebot von Ligarivale Manchester City für seinen Abwehrchef Terry für einen gut platzierten Scherz. «Terry ist ein Symbol für diese Mannschaft, aber ich weiß nicht, ob er in der nächsten Saison noch Kapitän ist», sagte Ancelotti. Erst nach einer Pause klärte er die ungläubigen Journalisten auf. Auf Pressekonferenzen «mache ich gerne Witze», sagte der Coach und hatte damit die Lacher auf seiner Seite. Ein Wechsel von Terry sei kein Thema, «er wird Kapitän sein in der nächsten Saison.» Chelsea hatte bereits am 03. Juli die Offerte von Manchester City abgelehnt. «Er will für immer in Chelsea bleiben und wir wollen ihn für immer behalten», sagte Ancelotti. Der Italiener verglich das Fan- Idol der «Blues» mit dem langjährigen Milan-Profi Paolo Maldini. In punkto Professionalität und Qualität seien sich beide sehr ähnlich. Terry steht seit elf Jahren bei Chelsea unter Vertrag. Für ihn gebe es keine preisliche Schmerzgrenze, sagte der Coach. |